Ohrmilben sind weit mehr als nur lästig

Wenn sich die Katze häufig an den Ohren kratzt, ist davon auszugehen, dass sie sich Ohrmilben eingefangen hat. Reine Haus- bzw. Wohnungskatzen bleiben weitestgehend vor ihnen verschont, Freigänger haben eine erhöhte Chance auf Befall und echte Streuner fangen sich sicherlich im Lauf ihres Lebens diese lästigen Parasiten ein.

Wo verstecken sich Ohrmilben?

Natürlich im Ohr. Aber die Fundstellen lassen sich noch weiter präzisieren. Vor allem Ohrmuschel und Gehörgang sind von diesen Plagegeistern betroffen. Wenn der Befall über lange Zeit unbehandelt bleibt, können sich die Ohrmilben allerdings auch über den gesamten Kopf und sogar weitere Körperteile ausbreiten.

Ohrmilbenbefall erkennen

Um einen Befall durch Ohrmilben möglichst früh diagnostizieren zu können, muss man die Mieze möglichst häufig beobachten. Einen Befall erkennt man vor allem daran, dass sich die Katze übermäßig häufig an den Ohren kratzt, bis diese bluten.

Weitere Anzeichen sind für gewöhnlich auffällige Unruhe, sehr häufiges Kopfschütteln und auch Schieflage des Kopfes. Manche Katzen legen auch ihre Ohren an, was allerdings etwas seltener vorkommt. Ist die Katze mit Ohrmilben behaftet, kann man sehr häufig krümelige, dicke und schwarz-braune Krusten entdecken.

Behandlungsmöglichkeiten bei Befall

Die Ohren müssen gründlich gereinigt werden und können anschließend mit Mitteln wie Doramectin, Ivermectin oder Selamectin beinhaltenden Medikamenten behandelt werden.

Katzen gesund verwöhnen

Die eigene Mieze kommt allzu häufig in den Genuss des ganz persönlichen Verwöhnprogrammes. Ein Leckerchen hier, ein feiner Happen dort. Ehe man sich versieht, hat der liebe Stubentiger ein paar Pfunde zu viel auf den Rippen. Langfristig bedeutet das Übergewicht aber nicht nur einen optischen Makel, sondern auch ernsthafte gesundheitliche Konsequenzen.

Gesunde Leckereien

Prinzipiell spricht nichts dagegen, der Katze auch mal nicht ganz so gesunde Häppchen zu servieren. Immerhin verwöhnen wir Menschen uns auch sehr gerne. Wichtig ist, dass solche Happen dann aber nur unregelmäßig gegeben werden. Eben als besondere Belohnung wie beispielsweise Weihnachten oder Ähnliches.

Gesunde Leckereien gibt es zahlreiche, die auch häufiger gegeben werden dürfen. Trockenfleisch beispielsweise ist, wie der Name es andeutet, einfach nur getrocknetes Fleisch ohne irgendwelche Konservierungsmittel. Als Fleischfresser bekommt dieses Fleisch dem Stubentiger sehr gut.

Eine weitere Möglichkeit ist, ausgesprochen hochwertiges Trockenfutter zu verabreichen. Grundsätzlich gilt aber, dass alle Arten von Fleisch für die Katze durchaus gut sind. Bei rohem Fleisch ist mit Vorsicht vorzugehen, da evtl. Salmonellen oder ähnliche Erreger vorhanden sein könnten, die der Katze wiederum nicht sehr gut bekommen.

Katzenpudding und Konsorten

Leckereien wie Katzenpudding schmecken den Miezen in der Regel äußerst gut. Leider sind auch sie eher ungeeignet für eine gesunde Belohnung. Gelegentlich eine kleine Menge ist aber unbedenklich. Frohes Schmausen.

Die Katze teilt sich mit

Katzen haben eine sehr ausgeprägte Lautvielfalt. Was wie ein einfaches „Miau“ klingt, entspricht in der Realität ungefähr 100 verschiedenen Tönen und entsprechend vielen unterschiedlichen Bedeutungen.

Was will die Mieze denn?

Katzen nutzen viele verbale Möglichkeiten aus, um auf sich aufmerksam zu machen. Prinzipiell wird die Katze dann hörbar, wenn sie etwas möchte. Das kann von der Streicheleinheit über das Füllen des Futternapfes bis hin zum Türe öffnen reichen.

Die Lautgebung unterscheidet sich von Fall zu Fall. Auch in puncto Schmerzen äußern sich Katzen verbal, was dann als „klagend“ empfunden wird. Ein echtes „Miau“ wird man dabei eher nicht zu hören bekommen. Meist klingen diese Laute wie Mao, Ma oder auch nur ein „au“, wenn der Katze beispielsweise ausversehen auf den Schwanz getreten wird.

Lautgebung bei der Jagd

Haben Katzen, vor allem bei mehreren Katzen in einem Haushalt, ein Beuteobjekt erspäht, entwickeln sie eine ganz spezielle Art der Lautgebung. Diese Laute haben nichts mehr mit dem allgemeinen Miauen zu tun, sondern hören sich eher an wie ein „klicken“.

Dadurch signalisieren Katzen, dass ein Jagdopfer gefunden wurde und andere Katzen sich dieser Jagd anschließen können. Als Jagdopfer kommen dabei viele verschiedene Tiere in Frage. Von der einfachen Hausspinne über Stubenfliegen bis hin zum Vogel im Geäst vor dem Aussichtsfenster ist alles möglich.

Katzen vertragen kein Teebaumöl

Um der chemischen Keule bei der Behandlung der lieben Miesen aus dem Weg zu gehen, verwenden einige Katzenbesitzer gerne Teebaumöl. Vermutlich ist jedem dieser Besitzer nicht bewusst, dass Teebaumöl reines Gift für Katzen ist.

Wann wird Teebaumöl benutzt?

Bei der homöopathischen Heilbehandlung für Katzen findet Teebaumöl vor allem bei der Bekämpfung parasitärer Organismen Verwendung. Ebenso wird das Öl genutzt, um gegen Hauterkrankungen wie beispielsweise Pilzbefall vorzugehen. Nicht bedacht wird dabei die toxische Wirkung des Öls auf die Katze.

So wirkt Teebaumöl bei Katzen

Sobald Mieze die ätherischen Dämpfe des Teebaumöls aufnimmt, reichert der Katzenkörper sogenannte Phenole und Terpine an. Diese können vom Stoffwechsel nur sehr langsam abgebaut werden. Das Resultat ist eine akute Vergiftung, die bereits nach nur wenigen Tropfen Teebaumöl auftritt. Als weiteren Effekt kann man häufig auch Schuppenflechte an der behandelten Stelle feststellen.

Symptome einer Vergiftung durch Teebaumöl

Chronische Abmagerung, taumelnde Schritte, Unruhe, Zittern und nicht zuletzt Koma oder gar Tod sind die Konsequenzen einer Behandlung mit Teebaumöl. Gegen die Vergiftung hilft auch kein Verdünnen des Öls. Sollte die geliebte Katze dennoch mit dem Öl in Kontakt geraten, sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden. Diesem sofort sagen, dass Teebaumöl im Spiel ist.

Der lebensnotwendige Kratzbaum

Dass ein Kratzbaum in einem Katzenhaushalt vorhanden sein sollte, ist jedem Katzenfreund klar. Aber warum sind sie so wichtig für die geliebte Katze? Der erste Gedanke wäre, die Couch schonen zu wollen. Natürlich ein toller Nebeneffekt, allerdings nicht der Kern der Sache.

Muskulatur, Sehnen und Bänder

Ein weit wichtigerer Grund, weshalb Katzen in jedem Fall ein Kratzbaum zur Verfügung stehen sollte, ist die Gesundheit. In der freien Natur lieben es Katzen, an Bäumen hochzuklettern. Der Kratzbaum erfüllt eine ähnliche Funktion. Die Psyche der geliebten Katze wird entspannter.

Wichtiger ist allerdings die Muskulatur nebst Sehnen und Bänder. Durch das Einhaken mit den Krallen kann die Katze Zug aufbauen. Dadurch strecken sich die Muskulatur, die Sehnen und die Bänder. Der Bewegungsapparat bleibt geschmeidig.

Aussichtsposten

Einige Kratzbäume sind absichtlich hoch gebaut und reichen bis auf 2 m Höhe. Solche Kratzbäume haben eindeutig Vorteile gegenüber den kleineren Varianten. Ein Brett, möglichst hoch platziert, schafft einen Aussichtsposten, von dem aus die liebe Mieze alles im Blick behalten kann.

Im Winter findet die Katze in dieser Höhe eine wohlige Wärme vor, in der sie sich behaglich räkeln kann. Ein guter und hoher Kratzbaum ist ein Kernmittel, um Körper und Geist der geliebten Katze gesund zu halten.

Fang den Ball

Katzen möchten gerne beschäftigt werden. Sie wirken gerne träge, sind aber doch stets aufmerksam und auf der Suche nach Abwechslung. Ein lustiges Spiel für die Mieze ist es, einen frei schwebenden Ball zu beobachten, wenn dieser schwingt. Einen solchen Ball kann man sehr leicht selbst basteln.

Bastelanleitung für den schwebenden Ball

Um einen schwebenden Ball zu basteln und diesen an der Decke zu befestigen, benötigt man nur wenige Dinge:

  • 1 Rolle Paketschnur
  • Bastelkleber (lösemittelfrei)
  • 1 Haken für die Decke

Um einen für die Mieze interessanten Ball zu formen, wickelt man die Paketschnur komplett ab. Mit einer größeren Menge Bastelkleber bestreicht man die Paketschnur und macht ein einfaches Knäuel daraus. Wichtig ist, dieses Knäuel aus Paketschnur zu einem ballähnlichen Gebilde zusammenzupressen.

Als optimale Höhe für den Ball sollte ein Bodenabstand von 40 – 50 cm anvisiert werden. Das muss bei der Ballformung berücksichtigt werden. Ein entsprechend langes Reststück der Schnur darf also nicht verklebt werden.

An die Decke, fertig, los

Den fertigen Schwebeball befestigt man nun an einem Haken, der in der Zimmerdecke angebracht wurde. Fertig ist das perfekte Spielzeug für viele Stunden Spielspaß. Positiver Nebeneffekt: Die Mieze findet auch dann Beschäftigung und Spiel, wenn niemand zuhause ist.

Lustige Tüte

Dass Tüten für Katzen ein witziges Spielzeug sind, ist ja nichts Neues. Doch Sie können das Spiel ganz einfach aufpeppen, nämlich indem Sie der Tüte einige neue „Accessoires“ verleihen.

Was Sie für die Bastelaktion brauchen

Legen Sie folgendes Bastelmaterial bereit:

  • eine feste, einigermaßen stabile Tüte aus Papier
  • verschiedenfarbige Kordeln oder Schnüre
  • kleines Katzenspielzeug
  • kleine Gegenstände (nicht verschluckbar) wie Bausteine, Glöckchen, Kugeln, Deckel etc.
  • eine Schere

Schnell erledigt

Lange müssen Sie nicht basteln, denn schnell ist das neue Katzenspielzeug komplett. Nehmen Sie zunächst die Schnüre, die Spielzeuge und die kleinen Gegenstände zur Hand. Befestigen Sie die Gegenstände und Spielzeuge an den Kordeln und Schnüren und verknoten Sie sie fest.

Verwenden Sie dann die Schere, um in die Papiertüte kleine Löcher zu machen. Sie sollten nicht zu groß ausfallen, gerade so, dass Sie sie Kordeln hindurchstecken können. Fädeln Sie nun die Kordeln an den verschiedensten Stellen der Papiertüte ein und machen Sie im Inneren der Tüte einen großen Knoten an die enden, damit sie nicht wieder nach draußen rutschen können. Der Einfachheit halber können Sie auch einfach alle Kordelenden im Inneren der Tüte miteinander verknoten. Jetzt kann Ihre Katze mit der Tüte spielen und die angehängten Spielzeuge fangen – jede Menge Geräusche, Bewegung und vor allem Spaß!

Plötzliche Unsauberkeit: Das Katzenklo

Wenn Ihre Katze plötzlich unsauber wird, obwohl es vorher nie Probleme gab, sollten Sie auch die „Klosituation“ bei Ihnen zuhause genauer unter die Lupe nehmen. Häufig sind es Probleme in diesem Bereich, die für die Unsauberkeit verantwortlich sind.

Bauart des Katzenklos

Sehen Sie sich die Bauart Ihres Katzenklos an. Besitzt es eine Haube? Manche Katzen fühlen sich darin eingeengt und nicht wohl und möchten das Klo deshalb nicht mehr benutzen. Was wesentlich häufiger vorkommt, ist jedoch ein Katzenklo, das zu klein ist oder zu klein wird. Dies passiert besonders oft, wenn man eine kleine Katze bekommt, die irgendwann dem ursprünglich angeschafften Klo entwächst.

Menge der Katzenklos

Sie sollten immer die empfohlene Menge an Katzenklos einhalten. Rechnen Sie pro gehaltene Katze ein Katzenklo und insgesamt ein weiteres. Angenommen, Sie haben drei Katzen, bräuchten Sie also vier Katzenklos.

Das Katzenstreu

Überlegen Sie, ob Ihre Katze unter Umständen das Katzenstreu nicht mögen könnte. Ist es parfumiert oder mit irgendwelchen Duftstoffen versehen? Haben Sie eventuell kürzlich die Sorte gewechselt? Machen Sie ggf. den Wechsel rückgängig und finden Sie heraus, ob das Problem immer noch besteht.

Häufigkeit der Reinigung

Ein Katzenklo sollte am besten nach jedem Klogang gereinigt werden, wenigstens aber zweimal am Tag. Wenn dies beispielsweise wegen der Arbeit nicht schaffen, sollten Sie es wenigstens so oft wie möglich tun.

Katze im Bett – ja oder nein?

Diese Frage stellt sich vielen Katzenbesitzern – soll ich meine Katze mit ins Bett nehmen? Beantworten können Sie sich nur für sich selbst, denn es ist eine reine Frage der Vorlieben und Gewohnheiten.

Die Katze mit im Bett

Gerade Singles mögen es, wenn Mieze sich abends mit ins Bett kuschelt. So fühlen sie sich nicht alleine und werden sogar noch in den Schlaf geschnurrt. Viele Katzen legen sich auf die Füße ihres Dosenöffners, was natürlich im Winter den schönen Vorteil warmer Füße hat. Und schließlich ist es einfach schön, wenn unsere Vierbeiner unseren Tag mit uns teilen und auch abends noch ein bisschen kuscheln wollen, besonders wenn Herrchen und Frauchen tagsüber arbeiten und wenig zuhause sind.

„Das ist doch unhygienisch…“

Sicher kennen Sie diese Sprüche (meist von Nicht-Katzenbesitzern), dass eine Katze unhygienisch, ein Überträger von Krankheiten oder gar lebensgefährlich sei. Eines einmal vorweg: Es gibt wohl kaum ein reinlicheres Tier als die Katze, unhygienisch wäre also wohl kaum der richtige Ausdruck. Eine Katze, die regelmäßig geimpft und untersucht wird, überträgt auch keine Krankheiten. Und haben Sie schon einmal von Fällen gehört, in denen Katzen ihre Herrchen erstickt haben, weil sie sich auf ihr Gesicht gelegt haben?

Wenn nicht gerade eine Katzenhaarallergie vorliegt, spricht aus unserer Sicht nichts dagegen, Mieze auch nachts zu seinem treuen Begleiter zu machen.

Plötzliche Unsauberkeit: Die Geschlechtsreife

Viele Katzen, insbesondere Kater, werden plötzlich „unsauber“, wenn sie die Geschlechtsreife erlangen. Allerdings kann man in diesem Fall nicht wirklich von Unsauberkeit sprechen, denn meist handelt es sich dann um Markieren, das zum ganz normalen Instinktverhalten der Tiere zählt.

Markiert meine Katze?

In den meisten Fällen und besonders bei Katern wird man den Unterschied sehr deutlich riechen. Während normaler Urin zunächst beinahe geruchsfrei ist, kann der Urin, der beim Markieren abgegeben wird, beinahe bestialisch stinken. Allerdings muss dies nicht zwingend so sein. Wenn Sie sich unsicher sind, sollten Sie beim Tierarzt abklären lassen, ob die Geschlechtsreife tatsächlich erlangt wurde, und ggf. eine Urinprobe abgeben, um organische Ursachen für die Unsauberkeit ausschließen zu lassen.

Die Kastration als Lösung

Solange davon auszugehen ist, dass es sich um das typische Markierverhalten handelt, bleibt im Endeffekt kaum eine andere Lösung, als das Tier zu kastrieren. Allerdings dürfen Sie nicht denken, dass dies eine 100%-Lösung ist. Bei vielen Katern und Katzen hilft die Kastration, aber manche markieren auch munter nach der Kastration weiter, nur eventuell etwas weniger häufig und mit weniger extremem Geruch.