Archiv für März 2010

Das Aussehen der Europäisch Kurzhaar

Allzu oft wird die Europäisch Kurzhaar mit der Britisch Kurzhaar verwechselt. Deshalb sollen hier noch einmal die wichtigsten Merkmale zusammen gefasst werden. Die Europäisch Kurzhaar gleicht im Aussehen der normalen kurzhaarigen Hauskatze sehr stark. Als Zuchtstandard wird vorgeschrieben, dass keine anderen Rassen in die Europäisch Kurzhaar mit eingekreuzt werden dürfen.

Weitere Vorschriften gibt es kaum, weshalb die Europäisch Kurzhaar auch in zahllosen Farbvariationen anerkannt wird. Noch heute kommen ständig neue Farben hinzu, die anerkannt werden.

Erscheinung und Kopfform

Die gesamte Erscheinung der Europäisch Kurzhaar ist recht schmal, so dass der Unterschied zur Britisch Kurzhaar schon daran deutlich wird. Auch der Kopf ist eher schmal, wohingegen er bei der Britisch Kurzhaar etwas rundlicher geformt ist.

Zusätzlich lassen sich beide Rassen am Fell unterscheiden. Während die Britisch Kurzhaar sehr seidig weiches Fell hat, was auf den Einfluss der Perser zurückzuführen ist, fehlt dies bei der Europäisch Kurzhaar gänzlich. Das Fell ist robuster und griffiger. Alleine an diesen kleinen Merkmalen lässt sich recht schnell erkennen, ob es sich um eine Britisch oder Europäisch Kurzhaar handelt. Echte Katzenfans können natürlich noch unzählige weitere Unterscheidungsmerkmale aufzählen.

Warum das Spielen für Wohnungskatzen so wichtig ist

Junge Katzen spielen vorrangig, um zu lernen. Doch genauso wollen erwachsene Katzen spielen, insbesondere wenn sie als Wohnungskatzen gehalten werden. Dann nämlich bleibt der Mensch die Oberkatze, sozusagen die Katzenmama. Die Katze selbst kann ein Kind bleiben und entsprechende Verhaltensweisen, wie das Spielen, an den Tag legen.

Ebenfalls ist das Leben freier Katzen geprägt von täglichen Kontrollgängen durch das eigene Revier, das Jagen der Beute und auch selbst gejagt zu werden. Dadurch bewegen sich Katzen in Freiheit natürlich besonders viel. Aus genau diesem Grund brauchen auch Wohnungskatzen das Spielen.

Spielen hilft, die Energie in die richtigen Bahnen zu lenken

Wohnungskatzen, die von ihren Menschen nicht ausreichend beschäftigt werden, mit denen also kaum gespielt wird, stauen Energie auf. Diese wird dann nicht selten abgebaut, indem unerwünschte Verhaltensweisen, wie das Kratzen an den Möbeln, auftreten.

Gönnen Sie Ihrem Stubentiger deshalb regelmäßige Spielzeiten. Wenn Sie als Mensch mit Ihrer Katze spielen, wird auch gleich das Verhältnis zwischen Ihnen beiden gestärkt, die Bindung wird intensiver. Mindestens eine Stunde am Tag sollten Sie sich zum Spielen mit Ihrer Katze freihalten. Allerdings sollten die Spieleinheiten nur etwa 15 bis 20 Minuten andauern, um Ihre Katze nicht zu überfordern.

Die Rolle der Perser in der Katzenzucht

Die Perserkatzen sind eine der Rassen, die besonders großen Einfluss auf die anderen Rassen und deren Entwicklung genommen hat. Sie wurde immer wieder mit anderen Rassen gekreuzt, um diese zu veredeln oder vollständig neue Rassen zu erschaffen.

Als Gründe für die häufige Einkreuzung der Perserkatzen ist vor allem die runde Kopfform zu nennen, die diese Katzen besonders niedlich aussehen lässt. Auch das lange, flauschige Fell dürfte einiges zur Beliebtheit dieser Katzen beigetragen haben.

In welchen Rassen die Perser eine Rolle spielt

Die Perser sind besonders eng verwandt mit der Exotic Shorthair, aber auch mit der Colourpoint. Diese beiden Rassen können die Einkreuzung der Perser wahrlich nicht leugnen. Ebenfalls spielten Perser bei der Veredelung der Britisch Kurzhaar eine wichtige Rolle.

Die untergeordnete Rasse Britisch Kurzhaar Colourpoint wurde dagegen mit Colourpoint-Persern gekreuzt. Alleine diese wenigen Beispiele zeigen bereits deutlich, dass die Perser zahlreiche Katzenrassen veredelt und völlig neu erschaffen haben. Deshalb sollten Katzenliebhaber stets genau wissen, welche Rassen sich in der eigenen Hauskatze verbergen und welches Wesen diese aufweisen.

So fördern Sie die Intelligenz Ihrer Katze

Katzen gehören zu den intelligentesten Tieren überhaupt, davon sind nicht nur die Katzenbesitzer überzeugt, sondern genauso wurde das Ganze bereits in verschiedenen Untersuchungen herausgefunden. Als bekannteste dieser Untersuchungen gilt eine von Immanuel Birmelin und seinem Team. Sie haben herausgefunden, dass Katzen sogar bis vier zählen können.

Wie Katzen lernen

Katzen lernen nicht nur durch Beobachtung, wobei dies gerade bei jungen Tieren eine der wichtigsten Möglichkeiten ist, um bestimmte Verhaltensmuster zu erlernen. Später werden sie jedoch schnell erfindungsreich und lernen sehr viel durch das Ausprobieren.

So dauert es gar nicht lange, bis ein kleiner Stubentiger herausgefunden hat, wie er eine Tür öffnen kann. Mit genügend Schwung auf die Klinke gesprungen und schon öffnet sich das Tor zu einer „verbotenen“ Welt.

Wohnungskatzen richtig fördern

Insbesondere Wohnungskatzen, die nur selten oder gar nicht in die freie Natur gelangen, können schnell verkümmern. Damit das nicht passiert, sollten Sie ihre Intelligenz entsprechend fördern. Bieten Sie Ihrer Katze immer wieder neues Spielzeug an.

Verstecken Sie auch hin und wieder ein Leckerchen so, dass Ihre Katze sich richtig anstrengen muss, um es zu erhaschen. Damit halten Sie die Intelligenz der Kleinen auf Trab und werden selbst viel Freude erleben.

Das Wesen der Chartreux

Die Chartreux wird dem allgemeinen Bild einer Katze äußerst gerecht, sie ist eben typisch Katze. Doch gerade das macht diese Katzen auch so liebenswert und sorgt dafür, dass sie in so vielen Menschen echte Fans finden.

Die Chartreux hat ihren ganz eigenen Kopf. Sie liebt ihren Menschen durchaus, allerdings muss er dafür ihr Wesen verstehen, sie respektieren und ihr den nötigen Freiraum lassen. Die Chartreux wird sich nie von ihrem Menschen beherrschen lassen, sondern stets selbst entscheiden, wann sie was tun möchte oder nicht. So kann es durchaus einmal zu massiven Abwehrhaltungen kommen, wenn der Mensch sie nicht versteht.

Keine Schmusekatze, aber eine prima Mitbewohnerin

Menschen, die wahre Schmusekatzen suchen, werden mit der Chartreux an ihrer Seite sicher nicht glücklich. Denn diese Katze schmust ausschließlich dann, wenn sie es für richtig hält. Personen, die das nicht verstehen oder versuchen, die Katze zu drängen, müssen sich auf schmerzliche Erfahrungen gefasst machen.

Wer jedoch das Wesen der Chartreux nicht nur kennt und versteht, sondern es auch akzeptiert, der wird in ihr einen sehr angenehmen Mitbewohner finden. Mit der Chartreux kann man sich eine Wohnung ideal teilen, wenn Mensch und Tier gleichermaßen Freiraum brauchen und sich diesen gegenseitig lassen.

Schärfen Sie die Sinne Ihrer Katze

Katzen haben besonders scharfe Sinne, die sie in ihrem Leben in freier Wildbahn auch dringend benötigen. Sie stehen den Hunden oft in nichts nach, können sehr gut hören und sehen, verfügen über einen außerordentlich ausgeprägten Tastsinn und können, wie kaum ein anderes Tier, das Gleichgewicht halten.

Diese Sinne werden im Leben in der freien Natur täglich aufs Neue geschärft, so dass sie stets auf einem sehr hohen Leistungsniveau bleiben. Nehmen Sie auch einer Wohnungskatze diese Chance nicht und regen Sie sie immer wieder auf neue Weise an, ihre Sinne zu schärfen.

Die wichtigsten Sinnesanreize auch in der Wohnung

Bieten Sie Ihrer Katze möglichst viele verschiedene Sinnesanreize an. So kann Duftspielzeug hervorragend geeignet sein, um den Geruchssinn zu stärken. Aromatische Kräuter, wie die Katzenminze dürfen deshalb in keinem Katzenhaushalt fehlen.

Aber auch alles, was raschelt, zieht die kleinen Stubentiger magisch an. Legen Sie eine alte Holzkiste mit Heu oder Stroh aus. Verstecken Sie evtl. das Spielzeug Ihrer Katze darin und beobachten Sie, wie sie sich vorsichtig an das raschelnde Etwas heranpirscht.

Stellen Sie vor Ihrer Katze einen Karton auf, in den Sie Löcher geschnitten haben und schärfen Sie den Tastsinn, indem Sie beispielsweise ein Futterbröckchen darunter verstecken. Ein paar Seile, die Sie in der Wohnung anbringen, können helfen, das Gleichgewicht zu fördern.

Das Wesen der Russisch Blau

Die Russisch Blau zählt zu den schönsten und edelsten Katzenrassen überhaupt. Sie wird von ihren Besitzern aufgrund ihrer Anmut und Ruhe sehr geschätzt. Doch das obwohl die Katze sehr unaufdringlich ist und sich eher im Hintergrund hält, benötigt sie doch „ihre“ Menschen, um wirklich glücklich zu werden.

Sie scheut sich nicht, bei Bedarf auch genau zu zeigen, was sie gerade jetzt in diesem Moment von ihrem Menschen will. Die Russisch Blau gilt als eine besonders ruhige Katzenrasse, die gerade deshalb von den Menschen geschätzt wird.

Keine scheue Katze

Obwohl die Russisch Blau nun so ruhig und kaum aufdringlich ist, kann sie dennoch nicht als scheu bezeichnet werden. Klar ist, dass diese Katzen erst einmal einige Zeit brauchen, um Vertrauen zu Menschen aufzubauen. Sie sind nicht sofort mit Jedermann gut Freund.

Dennoch können sie ihre Menschen, sofern sie sie erst einmal kennen gelernt haben, nicht nur an ihrer Seite tolerieren, sondern lieben sie bedingungslos. Voraussetzung, um die uneingeschränkte Liebe dieser Katzen zu erhalten, ist aber, dass man sie genauso sehr mag. Und da die Russisch Blau sehr feinfühlig ist, merkt sie schnell, ob ein Mensch es gut mit ihr meint oder ob er eher abgeneigt ist. Sobald sie letzteres spürt, wird sie sich von dieser Person genauso zurückziehen. Umso wichtiger ist es also, der Russisch Blau genau zu zeigen, wie man zu ihr steht.

Warum Katzen spielen „müssen“

Katzenkinder kommen oft recht unbeholfen daher. Doch das ist völlig normal. Gerade in diesen jungen Tagen müssen sie jedoch von der Mama mit allerlei notwendigen Lehren für ihr späteres Leben versorgt werden. Und wie die Menschen auch, so lernen Katzenkinder am besten spielerisch.

Zunächst einmal müssen natürlich die Geschicklichkeit und die Beweglichkeit trainiert werden. Doch genauso stehen Ausdauer- und Krafttraining auf dem Plan, wenn es um das Spielen mit Katzenkindern geht. Ebenfalls wird im spielerischen Umgang mit anderen Katzen gelernt, wie man sich gegenüber den Artgenossen zu verhalten hat. Lassen Sie Ihre Katzenkinder also stets miteinander spielen.

Brüderchen und Schwesterchen

Etwa im Alter von drei Wochen beginnen die Katzenkinder, ihre Geschwister zu entdecken. Sie stupsen sie zunächst nur vorsichtig an, um sie zum Spielen aufzufordern. Später kommt es zu richtigen Balgereien. Doch keine Bange, die Kleinen tun sich dabei nicht weh, sie wollen nur ihre eigene Rangordnung festlegen und die Grenzen austesten. Notfalls geht ohnehin die Katzenmama dazwischen.

Bereits ab der vierten Lebenswoche können Sie Ihren Kätzchen verschiedene Gegenstände zum Spielen anbieten. Die Katzenmama wird dann ebenfalls Beute mitbringen und den Kleinen den richtigen Umgang damit zeigen. Wenn Sie ihnen zusätzlich ein paar alte Kartons, ein Wollknäuel und ähnliches zur Verfügung stellen, können Sie oft stundenlang Ihre Kätzchen im Spiel beobachten.

So zeigt Ihre Katze, dass sie spielen will

Katzen sind eigen, sie machen etwas nur dann, wenn sie es auch wollen. Doch gerade beim Spielen gibt es ein paar Punkte, an denen Sie erkennen, dass jetzt Spielezeit ist. Entweder liegt Ihr Stubentiger das Spielzeug direkt vor Ihre Füße oder er miaut solange, bis Sie aufmerksam werden. Auch ein eindringlicher Blick in die Augen kann Ihnen deutlich sagen, dass Sie jetzt doch bitte mit Ihrer Katze spielen sollten.

Geschichte der Europäisch Kurzhaar

Die Europäisch Kurzhaar hat sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten ähnlich wie die Britisch Kurzhaar entwickelt. So ist sie ebenfalls eine Veredelung der normalen Hauskatze. Allerdings wurden keine Perser oder andere Rassekatzen, wie bei der Britisch Kurzhaar mit eingekreuzt, um die Fellstruktur, die Zeichnung oder die Farbe der Katzen zu verändern.

Kreuzung aus normalen Hauskatzen

Die Kreuzungen, aus denen die Europäisch Kurzhaar im Laufe der Zeit entstand, sind allesamt nur aus den großen oder mittelgroßen Katzen des Hauskatzentyps entstanden. Deshalb hat die Europäisch Kurzhaar noch viel von dem natürlichen Aussehen der bekannten Hauskatzen behalten.

Durch die Kreuzung dieser einen Rasse von Katzen spricht man im geschichtlichen Zuchtsinne bei der Europäisch Kurzhaar oft auch von einer so genannten Reinzucht.

Die Finnen und die Europäisch Kurzhaar

Besonders stark setzten sich übrigens die Finnen für die Zucht der Europäisch Kurzhaar, sowie deren Anerkennung als eigene Rasse ein. Sie waren es auch, die 1982 dafür sorgten, dass Britisch und Europäisch Kurzhaar bei der FIFé als getrennte Rassen angesehen wurden. Doch genauso stark bemühten sich die anderen skandinavischen Länder um die Weiterentwicklung dieser Rasse.