Archiv für Mai 2010

Woher Sie Ihre Katze bekommen

Haben Sie sich nach reiflicher Überlegung für die Anschaffung einer Katze entschieden, sollten Sie noch überlegen, wo Sie diese herbekommen. Das Tierheim ist sicher immer eine gute Lösung, auch kleine Katzenbabys können Sie hier häufig finden.

Möchten Sie dagegen eine Rassekatze erwerben, wie die Britisch Kurzhaar, dann wird das Tierheim wohl eher nicht die passende Katze für Sie haben. In diesem Fall sollten Sie sich einige Zeit nehmen, um nach passenden Züchtern zu suchen.

Keine Katze aus dem Zoogeschäft

Sie kennen sicher die vielen kleinen Nagetiere, wie Meerschweinchen, Hamster oder Chinchillas, die Sie im Zoogeschäft kaufen können. Eine Katze werden Sie hier vergeblich suchen. Grund dafür ist einfach der, dass Katzen, auch wenn sie sehr selbstständig sind, doch einen Bezug zum Menschen haben.

Damit das Wesen Ihrer Katze von Anfang an positiv beeinflusst werden kann, ist es wichtig, dass sie ständigen Kontakt zum Menschen hat. Dies kann im Zoogeschäft nicht gewährleistet werden.

Der richtige Züchter

Machen Sie sich lieber auf die Suche nach einem guten Züchter. Achten Sie unter allen Umständen darauf, dass der Züchter Mitglied in einem seriösen Verband oder Klub ist. Ebenfalls sollten Sie eine Rassekatze nur mit Papieren kaufen. Auch wenn Sie nicht mit ihr züchten wollen, die Papiere sprechen für eine seriöse Zucht.

Die Katzenbabys können Sie oft schon im Voraus besichtigen. Hier sollten Sie auf ein gesundes Aussehen der Katzenkinder achten, auf Beweglichkeit, saubere Augen und einen wachen Blick. Dann haben Sie den richtigen Züchter gefunden.

Nasenspiele für die Katze

Auch wenn man einen außerordentlich guten Geruchssinn vor allem dem Hund nachsagt, Katzen haben diesen ebenfalls. Sie lieben viele verschiedene Düfte und das können Herrchen und Frauchen sich zunutze machen. Katzenminze etwa betört gut die Hälfte aller Stubentiger. Dementsprechend viele Spielzeuge hält der Handel auch in diesem Bereich bereit. Am besten probieren Sie einfach aus, ob Ihre Katze den Duft der Katzenminze mag.

Alternativen zur Katzenminze

Sollten Sie keinen Fan von Katzenminze bei sich aufgenommen haben, macht das nichts. Auch Baldrian und Basilikum stimulieren Miezes Näschen. Füllen Sie einfach ein selbst  genähtes Spielzeug mit getrockneten Kräutern. Sie können den Geruch intensivieren, wenn Sie das Spielzeug von außen mit ätherischen Ölen aus Baldrian oder Basilikum beträufeln.

Damit der Duft nicht so schnell verloren geht, legen Sie das Spielzeug über Nacht in eine verschließbare Kiste mit den getrockneten Kräutern. Damit frischen Sie das Aroma des Spielzeugs wieder auf.

Mensch, riechst du gut

Auch haben Katzen eine enge Bindung zu ihren Menschen. Sie können ihn aus ganzen Menschenmengen heraus riechen. Deshalb können Sie Ihrem Stubentiger ebenso eine aussortierte Socke geben, die noch wunderbar nach Ihnen riecht. Das ist sogar das ideale Mittel, um das Kätzchen von vorübergehender Abwesenheit seiner Menschen abzulenken.

Die erste große Fahrt

Wenn Sie eine Katze kaufen wollen, werden Sie diese in aller Regel vom Züchter abholen müssen. Je nach gewünschter Rasse sollten Sie sich dabei auf längere Fahrzeiten einstellen. Züchter, die Ihnen die Katze an einem vereinbarten Treffpunkt übergeben, etwa einem Parkplatz, sollten Sie hingegen meiden. Dabei handelt es sich nicht um verantwortungsbewusste Züchter, sondern um reine Tiervermehrer.

Liebhaberkatze oder Rassekatze?

Eine Rassekatze muss natürlich den Standards ihrer Rasse vollständig entsprechen. Kleinere Fehler, wie Farbabweichungen, machen es unmöglich, die Katze zur Zucht oder für Ausstellungen zu verwenden. Seien Sie sich darüber bitte vor der Auswahl eines Kätzchens im Klaren.

Die Katzen mit kleinen Mängeln werden vom Züchter häufig als Liebhaberkatzen angeboten. Sie sind nicht etwa Katzen zweiter Wahl, sondern weisen in der Regel nur kleine Schönheitsfehler auf. Gesundheitlich sind sie aber genauso stabil, wie die schöneren Rassekatzen. Entscheiden Sie sich für eine Liebhaberkatze kann auch der Kaufpreis etwas geringer ausfallen. Gerade, wenn Sie eine Familienkatze suchen, sollten Sie die Möglichkeit ins Auge fassen.

Die Papiere der Katze

Achten Sie beim Abholen der Katze auf die vollständige Aushändigung der Papiere. Der Impfausweis ist besonders wichtig, in ihm wird dokumentiert, dass das Tier alle notwendigen Impfungen erhalten hat. Der Kaufvertrag sollte idealerweise schriftlich geschlossen werden, um Rechtssicherheit zu erlangen. Bei Rassekatzen erhalten Sie zudem eine Ahnentafel. Bestehen Sie auf dieser auch, wenn Sie eine Familienkatze suchen. Sie steht für eine seriöse Zucht und angemessene Schonzeiten der Katzenmütter.

Das richtige Katzenspielzeug

Ihre Katze ist ein Jäger, zumindest in der freien Natur. Damit sie nicht verkümmert, sollten Sie Ihr auch in der Wohnung immer wieder etwas zum Spielen anbieten. Ideal sind die im Handel erhältlichen Katzenspielzeuge. Achten Sie darauf, dass das Spielzeug nicht zu groß ist, so dass Ihr Stubentiger die Beute auch abtransportieren kann. Ebenfalls sollte es so leicht sein, dass sie es in die Luft schleudern kann.

Neben dem handelsüblichen Spielzeug können Sie Ihrer Katze auch Korken, Stofffetzen oder zusammengeknülltes Papier anbieten. Achten Sie jedoch darauf, dass Ihre Katze das Spielzeug nicht frisst.

Wie viel Spielzeug braucht die Katze?

Auch wenn die Auswahl der Katzenspielzeuge riesig ist, kaufen Sie nicht zu viel Spielzeug. Wenn Sie nicht widerstehen können, sollten Sie zumindest darauf achten, dass Sie Ihrer Katze nicht zu viele der Spielzeuge auf einmal anbieten. Das überfordert die kleinen Samtpfoten schnell, so dass sie nicht wissen, womit sie spielen sollen und es ganz bleiben lassen.

Sorgen Sie lieber für Abwechslung und bieten Ihrer Katze jeden Tag ein oder zwei andere Spielzeuge an. Dann ist die Freude umso größer. Legen Sie bereits gebrauchtes Spielzeug über Nacht in eine Kiste mit getrocknetem Baldriankraut, können Sie Ihrer Katze damit einen besonders großen Gefallen tun.

Animieren Sie Ihre Katze

Ihre Katze will nicht sofort auf das Bällchen oder die Fellmaus zulaufen und sie jagen? Dann animieren Sie sie einfach. Mit guten Worten und einer zappelnden Fellmaus an der Katzenangel locken Sie jeden Stubentiger hinter dem Ofen hervor.

Überlegungen vor dem Katzenkauf

Auch wenn der Wunsch in Ihnen so groß ist, dass Sie eigentlich sofort eine Katze kaufen möchten, stellen Sie doch vorab einige Überlegungen an. Katzen sind diejenigen Tiere, gegen die besonders viele Menschen allergisch sind. Tun Sie es sich und Ihrer Familie nicht an, eine Katze zu kaufen, die nach wenigen Wochen wieder abgegeben werden muss, nur weil jemand in Ihrer Familie allergisch ist. Überprüfen Sie bestehende Allergien idealerweise im Voraus.

Bedenken Sie auch, dass mancher Vermieter die Tierhaltung verbietet. Bitten Sie Ihren Vermieter um eine schriftliche Erlaubnis zur Katzenhaltung. Diese muss er rein rechtlich ausstellen. Er darf die Katzenhaltung nur dann verbieten, wenn dadurch andere Mieter belästigt werden, etwa durch Geruch oder ständige Schreie der Katze nach einem Partner.

Zeit und Kosten für die Katze

Bedenken Sie ebenfalls, dass eine Katze zwar selbstständig ist, aber dennoch mehr von Ihnen will, als das Futter gereicht zu bekommen. Tägliche Fellpflege, Schmuseeinheiten und ein paar Spielstunden sind unbedingt erforderlich. Hierfür sollten Sie täglich drei Stunden einrechnen. Überlegen Sie sich vor der Entscheidung für eine Katze, ob Sie diese Zeit aufbringen können.

Auch die Kosten, die eine Katze verursacht, sollten Sie nicht unterschätzen. Neben dem täglichen Futter, Leckerchen und Katzenstreu müssen Sie auch Kosten für den Tierarzt einrechnen. Diese werden häufig unterschätzt.

Verantwortungsbewusste Entscheidung treffen

Bitte klären Sie alle diese Punkte, bevor Sie sich für die Anschaffung einer Katze entscheiden. Sind Fragen offen oder können Sie später nicht genügend Geld für die richtige Versorgung Ihres Stubentigers aufbringen, wird Ihre Katze Ihnen wenig Freude machen und selbst auch kein schönes Leben haben.

Pfötchen geben bei der Katze?

Dass Katzen Pfötchen geben können, ist unumstritten. Dass sie es aber auch tun, dagegen sehr. Katzen sind nun einmal keine Hunde und dessen sollten Sie sich als Katzenhalter auch immer bewusst sein. Wollen Sie mit Ihrer Katze dennoch ein paar Tricks lernen, eignet sich das Pfötchen geben recht gut.

Wie sage ich es meiner Katze?

Um Ihre Katze zum Pfötchen geben zu bewegen, sollte sie erst einmal aufmerksam vor Ihnen sitzen. Halten Sie jetzt ein heiß begehrtes Spielzeug in die Luft und schlenkern Sie dieses über ihrem Kopf hin und her.

Sobald Ihre Katze das Pfötchen hebt, um nach dem Spielzeug zu „greifen“, sagen Sie ihr einen unverwechselbaren Satz, wie eben „Gib Pfötchen“. Wenn Sie diese Übung mehrmals trainieren, wird Ihre Katze schnell wissen, was Sie von ihr wollen. Dann brauchen Sie bald schon kein Spielzeug mehr als Motivation. Allerdings sollten Sie von Ihrer Katze auch keinen Hundegehorsam erwarten.

Das trainieren Sie mit Ihrer Katze

Bei den Übungen, um das Pfötchen zu geben, trainieren Sie ebenfalls viele Sinne Ihres Stubentigers. So werden die Intelligenz und das Reaktionsvermögen gefördert. Außerdem trainieren Sie den Tastsinn Ihrer Katze und können die Bindung der Katze zu Ihnen stärken.

Geschichte der Britisch Kurzhaar

Die Britisch Kurzhaar ist, wie allgemein bekannt, eine Veredelung der einfachen Hauskatze. Sie zeichnet sich durch kurzes Fell aus, das sie gut selbst pflegen und reinigen kann. Aufgrund der Ursprünge der Britisch Kurzhaar in der Hauskatze ist es auch nur schwer möglich, das erste Auftreten dieser Rasse festzustellen. Die offizielle Zucht jedoch lässt sich gut nachvollziehen.

Katzenausstellung in London

1871 fand eine große europäische Katzenausstellung im Crystal Palace in London statt. Diese Ausstellung wird vielfach als Ursprung der Katzenzucht in Europa angesehen. Allerdings wurden bei dieser Ausstellung viele verschiedene Rassen vorgestellt. Die Britisch Kurzhaar ähnelte dem damaligen Geschmack nach zu sehr einer einfachen Hauskatze.

Siamesen und Perser, also sehr langhaarige und exotisch anmutende Katzenrassen waren etwas völlig Neues und Besonderes. Sie fanden deutlich mehr Anhänger, so dass die Britisch Kurzhaar für lange Zeit in die Vergessenheit geriet.

Britisch Kurzhaar im 20. Jahrhundert

Obwohl seit der europäischen Katzenausstellung in London Ende des 19. Jahrhunderts die Katzenzucht begann und sich einige Züchter insbesondere den kurzhaarigen Katzen widmeten, gerieten die Britisch Kurzhaar und die Europäisch Kurzhaar in die Vergessenheit. Die beiden Rassen waren damals noch nicht als zwei eigenständige Rassen anerkannt worden. Diese wenigen Züchter mussten bis in die 1950er Jahre warten, bevor die Nachfrage nach kurzhaarigen Katzen wieder stieg. Sie sind es jedoch, denen wir den Erhalt dieser Rasse zu verdanken haben.

Höhlentraining für Katzen

Katzen sind echte Naturburschen und das sollten sie zumindest manchmal auch in der Wohnung ausleben dürfen. Ein toller Tunnel oder eine Höhle ist für Katzen das Schönste. Der Fachhandel bietet hier verschiedene Spieltunnel an, die Katzen wunderbar erkunden können. Die Auswahl ist mit vielen Farben, Formen und Materialien riesig, so dass sich für jeden Stubentiger ein passender Spieltunnel finden lässt.

Selbst gemacht geht’s auch

Natürlich können Sie Ihrem Stubentiger auch selbst einen Tunnel oder eine Höhle bauen. Die Sofakissen, die möglichst hoch übereinander gestapelt werden, können zum Beispiel die ideale Höhle sein. Ebenfalls eignen sich einige Decken, die am besten noch nach Ihnen riechen sollten, für ausgelassene Katzenspiele.

Die Karton-Höhle

Wenn Sie gerade ein größeres Möbelstück gekauft haben, zum Beispiel ein Regal, werfen Sie den Karton nicht einfach weg. Kleben Sie den Karton zunächst ordentlich zu und schneiden an den Seiten dann runde Löcher hinein.

Achten Sie darauf, dass die Löcher nicht zu groß sind. Viele Katzen mögen es, wenn sie sich anstrengen müssen, um durch diese Eingänge in ihre Höhle zu gelangen. Am liebsten ist es ihnen, wenn sie sich regelrecht hinein quetschen müssen.

Standard der Britisch Kurzhaar nach FIFé

Die Britisch Kurzhaar muss natürlich einige rassetypische Eigenschaften, sowie ein entsprechendes Aussehen aufweisen. Die FIFé hat demzufolge einen großen bis mittelgroßen Körper, einen runden und breiten Schädel, sowie eine kurze, breite Nase als Rassestandard festgelegt. Ebenfalls sollte die Nase eine kleine Einbuchtung aufweisen, um den Rassestandards gerecht zu werden. Das Kinn sollte möglichst kräftig erscheinen.

Ohren und Augen

Nach dem Rassestandard müssen die Ohren recht klein sein und sollten abgerundete Spitzen aufweisen. Die Platzierung am Kopf sollte recht weit auseinander erfolgen. Die Augen müssen sehr groß und rund sein. Die Katze muss die Augen weit öffnen und sie sollten ebenfalls weit auseinander stehen. Als Augenfarben erkennt die FIFé für die Britisch Kurzhaar Kupfer, ein dunkles Orange, Blau, Grün oder Blaugrün an.

Rassestandard Körper

Für den Hals gilt, dass dieser bei einer rassetypischen Britisch Kurzhaar sehr kräftig sein muss, ebenso wie der Körper muskulös aufgebaut sein solle. Der Rücken muss kräftig, die Brust breit, die Beine kurz und stämmig sein. Der Schwanz sollte recht kurz und einigermaßen dick sein. An der Spitze sollte er eine Rundung aufweisen.

Das Fell einer rassegerechten Britisch Kurzhaar ist kurz und dicht und verfügt über eine feine Unterwolle. Es muss griffig sein und bis zur Haarwurzel gleichmäßig eingefärbt sein.