Archiv für Juni 2011

Woran Sie beim Kauf eine gesunde Katze erkennen können

Wenn Sie sich eine Katze holen möchten, sollten Sie immer genau hinsehen, ob die Katze auch wirklich gesund ist. Anhand zahlreicher Kriterien können Sie dies problemlos auch ohne fachmännische Kenntnisse überprüfen:

  • Fell: Das Fell ist nicht verfilz oder verklebt. Es ist weich und glänzt gesund.
  • Zähne: Das Zahnfleisch ist nicht gerötet, sondern weist eine rosa Farbe auf. Die Zähne sind weiß.
  • Po: Der Hintern sollte sauber und keine Verkrustungen vorhanden sein.
  • Augen: Die Augen glänzen und sehen klar aus. An ihnen sollte sich kein Sekret befinden, beispielsweise Eiter. Verklebte Augen weisen auf eine Erkrankung hin.
  • Nase: Die Nase ist ein wenig feucht und keinesfalls trocken. Außerdem sollte kein Ausfluss vorhanden sein.
  • Ohren: Die Ohren sollten vom Besitzer sauber gehalten worden sein. Sie dürfen keinen Geruch aufweisen.
  • Körperbau: Die Knochen sollten möglichst nicht hervorstehen und deutlich fühlbar sein, da dies auf eine Unterernährung oder sogar auf eine Erkrankung schließen lassen würde.
  • Bauch: Die Katze sollte nicht aufgedunsen und der Bauch nicht geschwollen wirken. Ein weicher Bauch weist auf eine gesunde Katze hin.
  • Spielverhalten: Das Kätzchen sollte sich aktiv sein und sich bewegen. Besonders kleine Katzen sollten sich auch gerne zum Spiel animieren lassen.

Duftsignale bei geschlechtsreifen Katzen und Katern

Katzen und Kater erlangen normalerweise zwischen dem 6. und dem 12. Lebensmonat die Geschlechtsreife. Kater beginnen dann in der Regel damit, ihr Revier zu markieren. Besonders bei Hauskatzen ist dies aber sehr unangenehm, denn sie urinieren dann ständig an Möbel oder in irgendwelche Ecken. Auch bei weiblichen Katzen kann ein ähnliches Verhalten beobachtet werden.

Markieren unterbinden

Leider können Sie das Markieren nur schwer unterbinden. Schimpfen Sie nicht mit ihrer Katze, denn es handelt sich dabei um einen ihr eigenen Urinstinkt, gegen den sie selbst auch nichts tun kann. Sie haben im Endeffekt nur zwei Möglichkeiten, die aber auch nur vielleicht zum Erfolg führen:

  1. Lassen Sie Ihre Katze nach draußen. Mit etwas Glück markiert sie dann nur noch im Garten ihr Revier.
  2. Lassen Sie Ihre Katze sterilisieren. Bei den meisten Katern lässt dadurch der Drang zum Markieren nach (aber nicht bei allen!).

Nicht erkennbare Duftsignale

Katzen sondern über ihre Hautdrüsen ebenfalls Düfte ab. Mit diesen werden Sie als Herrchen „markiert“, damit fremde Katzen wissen, dass Sie schon jemandem „gehören“. Auf die gleiche Art und Weise „markiert“ Ihre Katze ihren Kratzbaum, nämlich beim Krallenwetzen. Nachdem Sie diese Düfte als Mensch aber gar nicht wahrnehmen, ist dies natürlich kein Problem.

Wie viel und wie oft Katzen essen sollten

Beim Essen ist eines klar: Es können immer nur Richtwerte angegeben werden, da wie auch beim Menschen jede Katze anders ist.

Ernährung von Jungkatzen

Kleine Kätzchen mit etwa drei Monaten, die nicht mehr von ihrer Mutter gesäugt werden, essen pro Tag etwa 250 g Fertigfutter. Verteilen Sie dieses Futter auf vier bis fünf kleine Mahlzeiten. Nach etwa einem Monat können Sie die Menge langsam auf 350 g steigern.

Ab dem sechsten Lebensmonat können Sie die Anzahl der Mahlzeiten allmählich reduzieren, bis es nur noch zwei bis drei Mahlzeiten sind – je nachdem, welche Fütterungszeiten Sie einrichten können. Wenn Sie tagsüber arbeiten gehen, bietet sich je eine Mahlzeit morgens und abends an. Ab dem zehnten Lebensmonat reichen zwei Portionen am Tag aus. Ab einem Jahr pendelt sich die Menge bei 200 bis 400 g ein, je nachdem, wie viel Ihre Katze essen möchte.

Trockenfutter nicht vergessen

Füttern Sie möglichst nicht nur das weiche Dosenfutter, sondern auch Trockenfutter. Trockenfutter sorgt nämlich dafür, dass die Zähne gereinigt und gestärkt werden. Katzen, die nur Dosenfutter zu fressen bekommen, bekommen oft früher oder später Zahnprobleme, da ihre Zähne kaum gereinigt und auch nicht gefordert werden.

Neue Katze ans Katzenklo gewöhnen

Stubentiger sind außerordentlich reinliche Tiere, weshalb es gewöhnlich überhaupt kein Problem ist, sie an eine Katzentoilette zu gewöhnen – und das gilt auch für junge Tiere, sofern sie körperlich dazu in der Lage sind, die Hürde des Eingangs zur Katzentoilette zu überwinden.

An die Toilette gewöhnen

Wenn Ihre Katze neu bei Ihnen einzieht, können Sie den Lernprozess unterstützen, indem Sie sie immer und immer wieder auf das Katzenklo setzen, beispielsweise alle 15 bis 30 Minuten. Wenn sie darin sitzt, können Sie ihr auch noch zeigen, dass sie darin herumscharren kann. Wenn sie gerade nicht „muss“, wird sie das Klo schnell wieder verlassen. Das ist aber kein Problem. Höchstwahrscheinlich wird sie bei einem der folgenden Male tatsächlich müssen und die Gelegenheit ergreifen. Wenn die Katze einmal in das Katzenklo gemacht hat, ist es gewöhnlich auch in Zukunft kein Problem mehr.

Wie viele Katzenklos benötigt man tatsächlich?

Im optimalen Fall haben Sie für eine Katze zwei Katzentoiletten. Der Hintergrund ist der, dass viele Katzen das große und kleine Geschäft trennen möchten. Wenn Sie mehrere Katzen halten, sollten Sie immer ein Katzenklo mehr einplanen, als Sie Katzen haben, also beispielsweise drei Toiletten bei zwei Katzen und vier Toiletten bei drei Katzen.

Welche Namen sich für Mieze eignen

Sicherlich möchten Sie Ihrem neuen Mitbewohner einen Namen geben. Doch welchen Namen gibt man einer Katze? Wichtig ist hier nur der Klang des Namens, was der Name aussagt ist für Sie wichtiger, als für Ihre Katze.

Namen mit zwei Silben und einer Endung auf „i“

Katzen mögen Namen sehr gerne, die auf „i“ enden. Sie hören sich für sie besonders weich und positiv. Hier einige Beispiele für solche Namen:

  • Merry
  • Pinky
  • Pussy
  • Tapsi
  • Muschi
  • Mietzi
  • Minky

Einsilbige Namen vermeiden

Grundsätzlich spricht eigentlich nichts gegen Namen, die nur eine Silbe haben. Allerdings neigt man dazu, solche Namen, wenn man verärgert ist, im Befehlston auszusprechen. Aus einem kleinen Tom wird dabei schnell ein „Toooooom“. Das hört sich für Katzen eher negativ an. Wenn Sie sich soweit im Griff haben, dass Sie den Befehlston nicht verwenden, können Sie natürlich auch einen sehr kurzen Namen verwenden.

Keine S-Laute

Katzen nehmen S-Laute wie ein Zischen oder gar ein Fauchen wahr. Deshalb sollten Sie Katzennamen mit diesen Lauten besser vermeiden. Das gilt sowohl für Namen mit einem Doppel-S (z. B. Duchesse, Missy) als auch für Namen mit ziemlich betont gesprochenem S (z. B. Ramses).

Unsere Katzen missbrauchen die Blumentöpfe als Katzenklo

Blumentöpfe haben auf viele Katzen eine magische Anziehungskraft – immerhin fühlt sich das Herumwühlen darin an wie in der freien Natur. Allerdings reagieren die wenigsten Katzenhalter gelassen und erfreut, wenn Mieze ihre Zimmerpflanzen „düngt“. Sie sollten es ihr deshalb auch nicht durchgehen lassen, damit sie es sich gar nicht erst angewöhnt.

Scharfes statt stilles Örtchen

Bevor sich Katzen ein Fleckchen als Toilette aussuchen, schnuppern sie an der Erde. Diesen Umstand können Sie sich zunutze machen. Streuen Sie Pfeffer in Ihre Blumen – es muss nicht viel sein. Ihre Katze wird beim Schnuppern den Pfeffer unangenehm in der Nase spüren und wahrscheinlich sogar Niesen müssen. Mit etwas Glück ist die Problematik damit schon erledigt. Wenn das nicht hilft, müssen Sie „schwerere Geschütze“ auffahren.

Blumentöpfe abdecken

Wenn der Pfeffer nicht hilft, sollten Sie die Blumentöpfe abdecken. Hierfür können Sie einfach große Kieselsteine in den Blumentöpfen platzieren. So können Sie sie immer noch gießen, aber Mieze kommt mit den Pfoten nicht mehr dazwischen. Wenn Sie keine Kieselsteine haben möchten, können Sie im Baumarkt auch spezielle Abdeckungen für Blumentöpfe kaufen.

Sie sollten Ihre Katze außerdem immer loben, wenn Sie das richtige Örtchen für ihr Geschäft verwendet – das ist die wirkungsvollste Methode, ihr den Blumentopf abzugewöhnen.

Wohin mit der Katze während der Urlaubszeit?

Die Urlaubszeit steht bevor und es stellt sich wieder einmal die Frage, wie Sie die Betreuung Ihrer Katze sicherstellen können. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Wenn Ihre Katzen viel Betreuung und Zuwendung benötigen, sollten Sie darüber nachdenken, einen Freund oder Bekannten während der Urlaubszeit in Ihrer Wohnung wohnen zu lassen, der sich ständig um die Katze kümmern kann. Praktisch, wenn man ohnehin einen Housesitter engagiert hat.
  • Fällt Ihnen jemand ein, zu dem Ihre Katzen viel Kontakt haben, den sie kennen und dem sie vor allem vertrauen? Dann kann es auch reichen, dass diese Person zwei- bis dreimal am Tag bei den Rackern vorbeisieht, sie füttert, mit ihnen spielt und sie pflegt.
  • Alternativ können Sie die Katze auch zu diesem Menschen nach Hause bringen. Allerdings sollten Sie sich dessen bewusst sein, dass das Ihr Kätzchen ziemlich aufwühlen wird. Geben sie ihr möglichst viele vertraute Gegenstände aus ihrem Zuhause mit, damit sie sich einigermaßen wohlfühlt.
  • Katzenpensionen sind für die meisten Katzen keine wirkliche Alternative, da sie hier mit sehr vielen anderen Katzen und damit auch anderen Charakteren zusammenkommen, die sie nicht gewöhnt sind. So manche Katze ist nach einem Aufenthalt in einer Katzenpension ziemlich verstört.

Verstehen Sie schon die Körpersprache Ihres kleinen Kätzchens?

Kätzchen können zwar nicht mit uns sprechen, aber ihre Körpersprache teilen sie uns durchaus das eine oder andere mit. Wenn Sie genau hinsehen, können Sie aus den folgenden Gesten einiges herauslesen:

  • Krallen wetzen: Dies ist nicht nur eine Möglichkeit, um die Krallen zu schärfen. Auf diese Weise markieren Katzen auch ihr Revier. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass Sie Ihr Kätzchen loben, wenn es an den Stellen kratzt, die für es vorgesehen sind, z. B. der Kratzbaum.
  • Lauerstellung im tiefen Gras: Ihr Kätzchen hat eine Beute gefunden – wobei es sich dabei ebenso gut auch nur um einen Schmetterling handeln kann – und geht in Lauerstellung. Lassen Sie Ihren kleinen Racker ruhig spielerisch seinen Jagdtrieb entdecken.
  • Katzenbuckel: Wahrscheinlich hat sich Ihr Kätzchen erschrocken und versucht sich auf diese Art und Weise tatsächlich größer zu machen, um einschüchternder zu wirken. Lassen Sie sich davon nicht stören, Sie können ganz normal weiterspielen.
  • Pfote heben: Wenn Ihr Kätzchen die Pfote hebt und Sie dabei am besten noch anmaunzt, will es Ihnen damit zeigen, dass es mit Ihnen spielen möchte. Scheinbar gefällt ihr das gewählte Spiel.
  • Angelegte Ohren und gesträubtes Haar: Ihre Katze hat einen Gegner entdeckt, der ihr Angst einjagt. Wenn eine Gefahr für Ihr kleines Kätzchen droht, sollten Sie eingreifen. Ansonsten sollten Sie sie ihre eigenen Erfahrungen machen lassen.

Vermeiden Sie diese Gefahren zum Wohl Ihrer Katze

Wenn Sie denken, dass Wohnungskatzen nicht so risikoreich leben wie Freigänger, dann sollten Sie sich die folgenden auch im Haushalt drohenden Gefahren genauer ansehen und am besten Maßnahmen dagegen ergreifen:

  • Giftige Pflanzen: Viele Zimmerpflanzen, beispielsweise Prachtlilien, Yucca-Palmen und Aloe Vera-Pflanzen, sind für Tiere giftig. Wenn Ihre Katze daran knabbert, könnte sie sich vergiften.
  • Fenster: Wenn Sie in den oberen Stockwerken wohnen, sollten Sie die Fenster sichern. Dazu gehören Netze an ganz offenen Fenstern oder Kippfenster-Sicherungen für Fenster, die regelmäßig gekippt bleiben.
  • Stromkabel: Katzen kauen gerne auf Kabeln herum. Problematisch wird das, wenn sie den Schutzleiter durchgebissen haben und zu den Teilen des Kabels vordringen, die unter Strom stehen. Reiben Sie Ihre Kabel mit Japanöl ein, um Ihre Katze fernzuhalten.
  • Scharfe oder verschluckbare Gegenstände: Kleinteile, die verschluckt werden können sowie spitzige und scharfe Gegenstände wie Messer oder Scheren sollten unbedingt immer gut verstaut werden. Achten Sie besonders auf verschluckbare Gegenstände, wenn Sie Katzenspielzeug für die Katze auslegen.
  • Verbrennungsgefahr: Besonders von achtlos stehengelassenen, noch heißen Bügeleisen und noch nicht abgekühlten Herdplatten geht eine starke Gefahr für Katzen aus.
  • Waschmaschine: Vorsicht vor dem Befüllen und Anschalten der Waschmaschine, denn manche Katzen mögen es, sich in die Trommel zu legen und darin ein Nickerchen abzuhalten.