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Woher Sie Ihre Katze bekommen

Haben Sie sich nach reiflicher Überlegung für die Anschaffung einer Katze entschieden, sollten Sie noch überlegen, wo Sie diese herbekommen. Das Tierheim ist sicher immer eine gute Lösung, auch kleine Katzenbabys können Sie hier häufig finden.

Möchten Sie dagegen eine Rassekatze erwerben, wie die Britisch Kurzhaar, dann wird das Tierheim wohl eher nicht die passende Katze für Sie haben. In diesem Fall sollten Sie sich einige Zeit nehmen, um nach passenden Züchtern zu suchen.

Keine Katze aus dem Zoogeschäft

Sie kennen sicher die vielen kleinen Nagetiere, wie Meerschweinchen, Hamster oder Chinchillas, die Sie im Zoogeschäft kaufen können. Eine Katze werden Sie hier vergeblich suchen. Grund dafür ist einfach der, dass Katzen, auch wenn sie sehr selbstständig sind, doch einen Bezug zum Menschen haben.

Damit das Wesen Ihrer Katze von Anfang an positiv beeinflusst werden kann, ist es wichtig, dass sie ständigen Kontakt zum Menschen hat. Dies kann im Zoogeschäft nicht gewährleistet werden.

Der richtige Züchter

Machen Sie sich lieber auf die Suche nach einem guten Züchter. Achten Sie unter allen Umständen darauf, dass der Züchter Mitglied in einem seriösen Verband oder Klub ist. Ebenfalls sollten Sie eine Rassekatze nur mit Papieren kaufen. Auch wenn Sie nicht mit ihr züchten wollen, die Papiere sprechen für eine seriöse Zucht.

Die Katzenbabys können Sie oft schon im Voraus besichtigen. Hier sollten Sie auf ein gesundes Aussehen der Katzenkinder achten, auf Beweglichkeit, saubere Augen und einen wachen Blick. Dann haben Sie den richtigen Züchter gefunden.

Geschichte der Britisch Kurzhaar

Die Britisch Kurzhaar ist, wie allgemein bekannt, eine Veredelung der einfachen Hauskatze. Sie zeichnet sich durch kurzes Fell aus, das sie gut selbst pflegen und reinigen kann. Aufgrund der Ursprünge der Britisch Kurzhaar in der Hauskatze ist es auch nur schwer möglich, das erste Auftreten dieser Rasse festzustellen. Die offizielle Zucht jedoch lässt sich gut nachvollziehen.

Katzenausstellung in London

1871 fand eine große europäische Katzenausstellung im Crystal Palace in London statt. Diese Ausstellung wird vielfach als Ursprung der Katzenzucht in Europa angesehen. Allerdings wurden bei dieser Ausstellung viele verschiedene Rassen vorgestellt. Die Britisch Kurzhaar ähnelte dem damaligen Geschmack nach zu sehr einer einfachen Hauskatze.

Siamesen und Perser, also sehr langhaarige und exotisch anmutende Katzenrassen waren etwas völlig Neues und Besonderes. Sie fanden deutlich mehr Anhänger, so dass die Britisch Kurzhaar für lange Zeit in die Vergessenheit geriet.

Britisch Kurzhaar im 20. Jahrhundert

Obwohl seit der europäischen Katzenausstellung in London Ende des 19. Jahrhunderts die Katzenzucht begann und sich einige Züchter insbesondere den kurzhaarigen Katzen widmeten, gerieten die Britisch Kurzhaar und die Europäisch Kurzhaar in die Vergessenheit. Die beiden Rassen waren damals noch nicht als zwei eigenständige Rassen anerkannt worden. Diese wenigen Züchter mussten bis in die 1950er Jahre warten, bevor die Nachfrage nach kurzhaarigen Katzen wieder stieg. Sie sind es jedoch, denen wir den Erhalt dieser Rasse zu verdanken haben.

Standard der Britisch Kurzhaar nach FIFé

Die Britisch Kurzhaar muss natürlich einige rassetypische Eigenschaften, sowie ein entsprechendes Aussehen aufweisen. Die FIFé hat demzufolge einen großen bis mittelgroßen Körper, einen runden und breiten Schädel, sowie eine kurze, breite Nase als Rassestandard festgelegt. Ebenfalls sollte die Nase eine kleine Einbuchtung aufweisen, um den Rassestandards gerecht zu werden. Das Kinn sollte möglichst kräftig erscheinen.

Ohren und Augen

Nach dem Rassestandard müssen die Ohren recht klein sein und sollten abgerundete Spitzen aufweisen. Die Platzierung am Kopf sollte recht weit auseinander erfolgen. Die Augen müssen sehr groß und rund sein. Die Katze muss die Augen weit öffnen und sie sollten ebenfalls weit auseinander stehen. Als Augenfarben erkennt die FIFé für die Britisch Kurzhaar Kupfer, ein dunkles Orange, Blau, Grün oder Blaugrün an.

Rassestandard Körper

Für den Hals gilt, dass dieser bei einer rassetypischen Britisch Kurzhaar sehr kräftig sein muss, ebenso wie der Körper muskulös aufgebaut sein solle. Der Rücken muss kräftig, die Brust breit, die Beine kurz und stämmig sein. Der Schwanz sollte recht kurz und einigermaßen dick sein. An der Spitze sollte er eine Rundung aufweisen.

Das Fell einer rassegerechten Britisch Kurzhaar ist kurz und dicht und verfügt über eine feine Unterwolle. Es muss griffig sein und bis zur Haarwurzel gleichmäßig eingefärbt sein.

Fellpflege der Britisch Kurzhaar

Wenn Sie einen Stubentiger der Rasse Britisch Kurzhaar besitzen, wollen Sie diesen auch stets gut gepflegt wissen. Bei Katzen ist die Fellpflege im Allgemeinen recht unkompliziert, lediglich Rassen mit sehr langen Haaren bedürfen einer intensiven Fellpflege. Die Britisch Kurzhaar nimmt Ihnen jedoch die meiste Arbeit ab, indem sie sich selbst gründlich putzt.

Sanftes Bürsten führt zum Schnurren

Dennoch werden Sie als Katzenliebhaber es sich nicht nehmen lassen wollen, Ihre Britisch Kurzhaar gründlich zu bürsten. Achten Sie auf sanfte Bürstenstriche, alles andere wird Ihre Katze nicht mögen. Bei sanftem Bürsten wird sie jedoch schon sehr bald auf Ihrem Schoß genüsslich schnurren.

Übertreiben Sie es mit dem Bürsten aber nicht. Einmal wöchentlich die Bürste herauszuholen, reicht völlig aus. Wichtig ist, dass Sie Ihre Katzen bereits frühzeitig an das Bürsten gewöhnen. Sonst könnte sie sich gestört fühlen.

Britisch Kurzhaar baden?

Viele schwören auch auf ein Bad der Britisch Kurzhaar. Das ist aber nur dann notwendig, wenn Ihr Stubentiger sehr stark verschmutzt ist. In allen anderen Fällen verzichten Sie lieber darauf. Sollte ein Bad unumgänglich sein, verwenden Sie bitte unbedingt ein spezielles Katzenshampoo, das auf den Fett- und Säuremantel von Fell und Haut abgestimmt ist.

Ansonsten ist ein Bad nur dann nötig, wenn es bei bestimmten Hautkrankheiten vom Tierarzt angeordnet wird.

Das Aussehen der Europäisch Kurzhaar

Allzu oft wird die Europäisch Kurzhaar mit der Britisch Kurzhaar verwechselt. Deshalb sollen hier noch einmal die wichtigsten Merkmale zusammen gefasst werden. Die Europäisch Kurzhaar gleicht im Aussehen der normalen kurzhaarigen Hauskatze sehr stark. Als Zuchtstandard wird vorgeschrieben, dass keine anderen Rassen in die Europäisch Kurzhaar mit eingekreuzt werden dürfen.

Weitere Vorschriften gibt es kaum, weshalb die Europäisch Kurzhaar auch in zahllosen Farbvariationen anerkannt wird. Noch heute kommen ständig neue Farben hinzu, die anerkannt werden.

Erscheinung und Kopfform

Die gesamte Erscheinung der Europäisch Kurzhaar ist recht schmal, so dass der Unterschied zur Britisch Kurzhaar schon daran deutlich wird. Auch der Kopf ist eher schmal, wohingegen er bei der Britisch Kurzhaar etwas rundlicher geformt ist.

Zusätzlich lassen sich beide Rassen am Fell unterscheiden. Während die Britisch Kurzhaar sehr seidig weiches Fell hat, was auf den Einfluss der Perser zurückzuführen ist, fehlt dies bei der Europäisch Kurzhaar gänzlich. Das Fell ist robuster und griffiger. Alleine an diesen kleinen Merkmalen lässt sich recht schnell erkennen, ob es sich um eine Britisch oder Europäisch Kurzhaar handelt. Echte Katzenfans können natürlich noch unzählige weitere Unterscheidungsmerkmale aufzählen.

Die Rolle der Perser in der Katzenzucht

Die Perserkatzen sind eine der Rassen, die besonders großen Einfluss auf die anderen Rassen und deren Entwicklung genommen hat. Sie wurde immer wieder mit anderen Rassen gekreuzt, um diese zu veredeln oder vollständig neue Rassen zu erschaffen.

Als Gründe für die häufige Einkreuzung der Perserkatzen ist vor allem die runde Kopfform zu nennen, die diese Katzen besonders niedlich aussehen lässt. Auch das lange, flauschige Fell dürfte einiges zur Beliebtheit dieser Katzen beigetragen haben.

In welchen Rassen die Perser eine Rolle spielt

Die Perser sind besonders eng verwandt mit der Exotic Shorthair, aber auch mit der Colourpoint. Diese beiden Rassen können die Einkreuzung der Perser wahrlich nicht leugnen. Ebenfalls spielten Perser bei der Veredelung der Britisch Kurzhaar eine wichtige Rolle.

Die untergeordnete Rasse Britisch Kurzhaar Colourpoint wurde dagegen mit Colourpoint-Persern gekreuzt. Alleine diese wenigen Beispiele zeigen bereits deutlich, dass die Perser zahlreiche Katzenrassen veredelt und völlig neu erschaffen haben. Deshalb sollten Katzenliebhaber stets genau wissen, welche Rassen sich in der eigenen Hauskatze verbergen und welches Wesen diese aufweisen.

Das Wesen der Chartreux

Die Chartreux wird dem allgemeinen Bild einer Katze äußerst gerecht, sie ist eben typisch Katze. Doch gerade das macht diese Katzen auch so liebenswert und sorgt dafür, dass sie in so vielen Menschen echte Fans finden.

Die Chartreux hat ihren ganz eigenen Kopf. Sie liebt ihren Menschen durchaus, allerdings muss er dafür ihr Wesen verstehen, sie respektieren und ihr den nötigen Freiraum lassen. Die Chartreux wird sich nie von ihrem Menschen beherrschen lassen, sondern stets selbst entscheiden, wann sie was tun möchte oder nicht. So kann es durchaus einmal zu massiven Abwehrhaltungen kommen, wenn der Mensch sie nicht versteht.

Keine Schmusekatze, aber eine prima Mitbewohnerin

Menschen, die wahre Schmusekatzen suchen, werden mit der Chartreux an ihrer Seite sicher nicht glücklich. Denn diese Katze schmust ausschließlich dann, wenn sie es für richtig hält. Personen, die das nicht verstehen oder versuchen, die Katze zu drängen, müssen sich auf schmerzliche Erfahrungen gefasst machen.

Wer jedoch das Wesen der Chartreux nicht nur kennt und versteht, sondern es auch akzeptiert, der wird in ihr einen sehr angenehmen Mitbewohner finden. Mit der Chartreux kann man sich eine Wohnung ideal teilen, wenn Mensch und Tier gleichermaßen Freiraum brauchen und sich diesen gegenseitig lassen.

Das Wesen der Russisch Blau

Die Russisch Blau zählt zu den schönsten und edelsten Katzenrassen überhaupt. Sie wird von ihren Besitzern aufgrund ihrer Anmut und Ruhe sehr geschätzt. Doch das obwohl die Katze sehr unaufdringlich ist und sich eher im Hintergrund hält, benötigt sie doch „ihre“ Menschen, um wirklich glücklich zu werden.

Sie scheut sich nicht, bei Bedarf auch genau zu zeigen, was sie gerade jetzt in diesem Moment von ihrem Menschen will. Die Russisch Blau gilt als eine besonders ruhige Katzenrasse, die gerade deshalb von den Menschen geschätzt wird.

Keine scheue Katze

Obwohl die Russisch Blau nun so ruhig und kaum aufdringlich ist, kann sie dennoch nicht als scheu bezeichnet werden. Klar ist, dass diese Katzen erst einmal einige Zeit brauchen, um Vertrauen zu Menschen aufzubauen. Sie sind nicht sofort mit Jedermann gut Freund.

Dennoch können sie ihre Menschen, sofern sie sie erst einmal kennen gelernt haben, nicht nur an ihrer Seite tolerieren, sondern lieben sie bedingungslos. Voraussetzung, um die uneingeschränkte Liebe dieser Katzen zu erhalten, ist aber, dass man sie genauso sehr mag. Und da die Russisch Blau sehr feinfühlig ist, merkt sie schnell, ob ein Mensch es gut mit ihr meint oder ob er eher abgeneigt ist. Sobald sie letzteres spürt, wird sie sich von dieser Person genauso zurückziehen. Umso wichtiger ist es also, der Russisch Blau genau zu zeigen, wie man zu ihr steht.

Geschichte der Europäisch Kurzhaar

Die Europäisch Kurzhaar hat sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten ähnlich wie die Britisch Kurzhaar entwickelt. So ist sie ebenfalls eine Veredelung der normalen Hauskatze. Allerdings wurden keine Perser oder andere Rassekatzen, wie bei der Britisch Kurzhaar mit eingekreuzt, um die Fellstruktur, die Zeichnung oder die Farbe der Katzen zu verändern.

Kreuzung aus normalen Hauskatzen

Die Kreuzungen, aus denen die Europäisch Kurzhaar im Laufe der Zeit entstand, sind allesamt nur aus den großen oder mittelgroßen Katzen des Hauskatzentyps entstanden. Deshalb hat die Europäisch Kurzhaar noch viel von dem natürlichen Aussehen der bekannten Hauskatzen behalten.

Durch die Kreuzung dieser einen Rasse von Katzen spricht man im geschichtlichen Zuchtsinne bei der Europäisch Kurzhaar oft auch von einer so genannten Reinzucht.

Die Finnen und die Europäisch Kurzhaar

Besonders stark setzten sich übrigens die Finnen für die Zucht der Europäisch Kurzhaar, sowie deren Anerkennung als eigene Rasse ein. Sie waren es auch, die 1982 dafür sorgten, dass Britisch und Europäisch Kurzhaar bei der FIFé als getrennte Rassen angesehen wurden. Doch genauso stark bemühten sich die anderen skandinavischen Länder um die Weiterentwicklung dieser Rasse.

Die Geschichte der Chartreux

Die Chartreux kamen bereits im 16. Jahrhundert nach Frankreich, wohin sie von Zypern aus gelangten. Damals waren die Katzen beliebt wegen des besonders weichen Fells, aber auch als tatkräftige Mäusejäger.

Die Namensentwicklung

Häufig gab es in der Vergangenheit Gerüchte, dass die Chartreux ihren Namen von einem französischen Kloster erhielt, in dessen Nähe sich besonders viele dieser Katzen ansiedelten. Vielmehr wurde das weiche Fell von Kürschnern zu einer feinen Wolle weiter verarbeitet. Diese wurde unter dem Namen pile de Chartreux gehandelt, woher vermutlich auch der heutige Name dieser Katzenrasse stammt.

Die Chartreux sollte mit ihrem weichen Fell mit der feinen Wolle verglichen werden, davon zumindest gehen die Experten aus.

Die ersten Züchter

Erst in den 1930er Jahren begann die Reinzucht der Chartreux in Frankreich. Begründet wurde sie durch die Schwestern Leger. Allerdings verschwand aufgrund des Zweiten Weltkriegs die Zuchtbasis, sie wurde immer dünner und schließlich musste die blaue Britisch Kurzhaar mit der Chartreux gekreuzt werden.

Da die Chartreux seitdem immer mehr vom Aussehen der Britisch Kurzhaar annahm, wurde sie 1970 von der FIFé mit dieser Rasse zusammen gelegt. Das stieß auf heftige Kritik, so dass 1977 die Trennung der beiden Rassen folgte. Seitdem werden sie wieder nach unterschiedlichen Standards bewertet und auch der irreführende Name Kartäuser, der für die Chartreux in England verwendet wurde, wurde 1991 gestrichen.