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So stehen Sie Ihrer Kartäuser-Katze bei der Geburt bei
Wenn Ihre Kartäuser-Katze wirft, sollten Sie stets eine Grundregel beachten: Die Natur hat es so eingerichtet, dass die Katze ihre Jungen alleine auf die Welt bringen kann. Sie braucht also zunächst Ihre Hilfe nicht und Sie sollten sich weitgehend aus dem ganzen Prozess heraushalten und der Katze die Ruhe lassen, die sie braucht.
Wann Sie eingreifen müssen
Ihr Eingreifen ist nur dann erforderlich, wenn Sie feststellen sollten, dass sich die Katze nicht um ihre neugeborenen Kätzchen kümmert. Leben Sie sofort die Atemwege der Kätzchen frei, indem Sie mit den Fingern den Schleim vom Gesichtchen und natürlich vor allem von Mund und Nase entfernen.
Außerdem muss die Nabelschnur durchtrennt werden. Normalerweise wird sie von der Katze abgebissen. Deshalb wird hier auch kein gerader Schnitt empfohlen, sondern besser so eine Art „abreißen“ mit dem Fingernagel. Wenn Sie sich dies nicht zutrauen, können Sie die Nabelschnur aber auch mi einer sterilen Schere durchtrennen. Sie sollte allerdings möglichst stumpf sein. Bei einem zu glatten Schnitt verschließen sich die Blutgefäße nicht richtig.
Reinigen der Kätzchen
Die Kätzchen müssen anschließend gereinigt und getrocknet werden. Wärmen Sie hierzu auf dem Heizkörper oder unter einem Heizstrahler Handtücher an und rubbeln Sie sie damit vorsichtig trocken. Dadurch reinigen Sie die Neugeborenen nicht nur, sondern aktivieren sie auch. Anschließend geht es zurück zur Eingewöhnung bei der Mutter.
So viel Futter benötigt Ihre Kartäuser-Katze
Natürlich gibt es Richtwerte dafür, wie viel Futter eine Kartäuser benötigt, um optimal zu gedeihen und gesund zu bleiben. Wie viel dies jeweils ist, hängt vom Alter und vom Körpergewicht ab.
Die Ernährung von Jungtieren
Kartäuser-Junge werden im ersten Lebenshalbjahr beinahe ausschließlich von der Mutter versorgt. Sie können das Wachstum unterstützen, indem Sie ab dem Alter von einem Monat eine kleine Menge Babybrei geben. Zwei bis drei Esslöffel reichen hier völlig. Im zweiten Lebenshalbjahr können Sie damit aufhören und stattdessen damit beginnen, die Kleinen zweimal am Tag wie eine ausgewachsene Kartäuser zu füttern.
Erwachsene Kartäuser-Katzen
Kartäuser können unterschiedlich ernährt werden. Die folgenden Richtlinien beziehen sich auf ein Körpergewicht von rund 5 kg. Wenn Sie Ihre Kartäuser mit Trockenfutter ernähren, reichen rund 50 bis 60 Gramm. Fertigfutter aus der Dose sollte etwa 300 Gramm ausmachen. Wenn Sie alternativ mit frischer Kost ernähren, sollten Sie täglich auf etwa 200 Gramm Fleisch und 100 Gramm andere Ernährungsbestandteile kommen.
Tragende Kartäuser
Hier gelten im Endeffekt die gleichen Regeln wie beim Menschen:
- Der Futterbedarf ist nicht nennenswert erhöht – ein Zuviel würde zu zu großen Katzenbabys und einer schwereren Geburt führen
- Kurz vor der Geburt sollten mehrere kleine Portionen am Tag gefüttert werden.
- Zusätzliche Vitamingaben können in Absprache mit dem Tierarzt sinnvoll sein.
Unter diesen Voraussetzungen dürfen Sie mit einer Kartäuser an einer Ausstellung teilnehmen
Für einen Kartäuser-Züchter ist es häufig das Highlight des Jahres, wenn eine Ausstellung stattfindet. Monatelang wird die Katze getrimmt, gestriegelt und für den großen Anlass fein gemacht. Doch damit Sie auch wirklich teilnehmen dürfen, müssen Sie zunächst einige Voraussetzungen für die Teilnahme erfüllen.
Die Anmeldung
Die Anmeldung als Aussteller kann inzwischen bei vielen Veranstaltern online vorgenommen werden. In der Regel wird eine Ausstellungsgebühr fällig. Informieren Sie sich rechtzeitig, ob Sie diese bereits im Vorfeld leisten oder erst am Tag der Ausstellung vor Ort bezahlen müssen.
Gesundheitsfaktoren
Für die Teilnahme ist es unerlässlich, dass Ihre Katze absolut gesund ist. Zudem werden von vielen Veranstaltern weitere Nachweise gefordert, beispielsweise über eine aktuelle Tollwutimpfung oder über eine amtstierärztliche Gesundheitsbescheinigung. Zudem sollten Sie einen Impfpass mit allen gängigen, aktuellen Impfungen vorweisen können. Eine Katze, die nicht gesund ist, sollten Sie nicht mit zur Ausstellung nehmen. Sie wird sich gewöhnlich ohnehin nicht in all ihrer Pracht zeigen können.
Der Verband
An einer Katzenausstellung können Sie mit Ihrer Kartäuser-Katze nur teilnehmen, wenn Sie einem Verband angehören. Diese Mitgliedschaft hat auch gleich den Vorteil, dass Sie Informationen über aktuelle Ausstellungen und die Teilnahmebedingungen erhalten.
Die Chartreux züchten
Wenn Sie die Chartreux züchten möchten, sollten Sie sich dies gut überlegen, denn einfach ist dies beileibe nicht. Schließlich gibt es passende Deckkater bei uns nicht gerade an jeder Straßenecke.
Selten wie schön
Die Chartreux ist in Deutschland und Österreich nicht sehr verbreitet. Einen reinrassigen Kater zum Decken einer Kätzin zu finden, ist so gut wie unmöglich. Deckkater sind vor allem im Ausland zu finden. In Frankreich sowie der Schweiz sind die Tiere sehr beliebt, weshalb es hier auch eine entsprechende Auswahl gibt. Allerdings ist es nicht jedem vergönnt, ständig ins Ausland zu reisen. Auch in den USA ist die Chartreux sehr beliebt und auch verbreitet. Allerdings macht ein Deckkater in den USA die Sache nicht gerade einfacher.
Ausbau der Chartreux
Bitte beachten Sie, dass die Kreuzung der Chartreux mit der Britisch Kurzhaar Blau nicht erlaubt ist. Sie können solche Kreuzungen natürlich vornehmen, aber es entstehen dabei keine reinrassigen Chartreux Kätzchen.
Vielleicht finden sich ja in Zukunft Menschen, die sich der Züchtung der Chartreux annehmen möchten, damit sie bei uns etwas verbreiteter würde. Schließlich handelt es sich bei der Chartreux um ein sehr edles Tier, das sich noch dazu gut in jeden Haushalt einfügt. Sie ist pflegeleicht und kränkelt nicht oft.
Wie viel eine Kartäuser-Katze kosten darf
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, schließlich sind auch die Katzen nicht gleich und auch nicht immer vergleichbar. Einige Anhaltspunkte gibt es aber natürlich.
Der Preis für eine Kartäuser
Es kommt zunächst darauf an, ob es sich wirklich um eine echte Kartäuser-Katze oder um eine Britisch Kurzhaar handelt. Sie können davon ausgehen, dass ein namhafter Züchter etwa zwischen 500 und 800 Euro für eine Rassekatze nehmen wird. Da echte Kartäuser-Katzen nach wie vor selten sind, werden sie auch um einiges teurer gehandelt. Auch bei Tieren, die von reinrassigen Ausstellungstieren abstammen, kann sich der Preis wesentlich erhöhen.
Achtung ist geboten
Wenn Sie die Tageszeitung aufschlagen oder im Internet surfen, werden Sie auf Anzeigen stoßen, in denen Rassekätzchen zu Spottpreisen angeboten werden. Auf den ersten Blick wirkt dies natürlich wie ein absolutes Schnäppchen. In den meisten Fällen verbergen sich dahinter jedoch dubiose Züchter, bei denen schlechte Bedingungen vorherrschen oder die keinem Verband angehören.
Es kann Ihnen passieren, dass Sie ein Kätzchen kaufen, das kaum mehr ist als eine gewöhnliche Hauskatze. Ebenso werden Kitten verkauft, die genetische Erkrankungen haben oder bei denen keine Impfungen vorgenommen wurden. Lassen Sie sich daher beim Kauf einer Rassekatze bitte keinen Bären aufbinden.
Die Geschichte der Chartreux
Die Chartreux kamen bereits im 16. Jahrhundert nach Frankreich, wohin sie von Zypern aus gelangten. Damals waren die Katzen beliebt wegen des besonders weichen Fells, aber auch als tatkräftige Mäusejäger.
Die Namensentwicklung
Häufig gab es in der Vergangenheit Gerüchte, dass die Chartreux ihren Namen von einem französischen Kloster erhielt, in dessen Nähe sich besonders viele dieser Katzen ansiedelten. Vielmehr wurde das weiche Fell von Kürschnern zu einer feinen Wolle weiter verarbeitet. Diese wurde unter dem Namen pile de Chartreux gehandelt, woher vermutlich auch der heutige Name dieser Katzenrasse stammt.
Die Chartreux sollte mit ihrem weichen Fell mit der feinen Wolle verglichen werden, davon zumindest gehen die Experten aus.
Die ersten Züchter
Erst in den 1930er Jahren begann die Reinzucht der Chartreux in Frankreich. Begründet wurde sie durch die Schwestern Leger. Allerdings verschwand aufgrund des Zweiten Weltkriegs die Zuchtbasis, sie wurde immer dünner und schließlich musste die blaue Britisch Kurzhaar mit der Chartreux gekreuzt werden.
Da die Chartreux seitdem immer mehr vom Aussehen der Britisch Kurzhaar annahm, wurde sie 1970 von der FIFé mit dieser Rasse zusammen gelegt. Das stieß auf heftige Kritik, so dass 1977 die Trennung der beiden Rassen folgte. Seitdem werden sie wieder nach unterschiedlichen Standards bewertet und auch der irreführende Name Kartäuser, der für die Chartreux in England verwendet wurde, wurde 1991 gestrichen.
Kosten für die Haltung einer Katze
Damit unsere Katzen zufrieden sind, müssen wir ihnen einen gewissen Lebensstandard bieten. Dass es das nicht umsonst gibt, dürfte jedem Klar sein. Doch was kostet eigentlich die Haltung einer Katze?
Kosten für die Anschaffungskosten
Wer sich dafür entschieden hat, eine Kartäuser-Katze anzuschaffen, ist sich im Normalfall bereits dessen gewusst, dass es diese nicht geschenkt gibt. Für den Kauf der Katze sollte, je nach Stammbaum, ein Preis von 500 Euro aufwärts einkalkuliert werden.
Wer vorher noch keine Katzen gehalten hat, benötigt zusätzlich eine Grundausrüstung. Dazu gehören beispielsweise das Katzenklo, Fressnäpfe, Spielzeug, Katzendecken usw. Dafür sollte man mit einem Betrag von etwa 200 Euro rechnen. Hinzu kommen die Kosten für einen Kratzbaum
, der vor allem bei Wohnungskatzen ein regelrechtes Muss ist. Wer hier Wert auf Qualität legt, sollte sich hierfür ebenfalls auf 150 bis 250 Euro einstellen.
Laufende Kosten
Pro Monat kann man für eine Katze mit regulären Kosten von 50 bis 100 Euro rechnen. Dafür wird Futter, Katzenstreu und neues Katzenspielzeug gekauft.
Was sich gewöhnlich nicht wirklich kalkulieren lässt, sind die Tierarztkosten. Eine gesunde Katze sollte einmal jährlich geimpft werden und wenigstens alle sechs Monate entwurmt werden. Je nach Tierarzt kann dies Kosten zwischen 150 und 350 Euro pro Jahr ausmachen. Hinzu kommen natürlich die Kosten für Untersuchungen oder gar Operationen bei akuten Erkrankungen der Katze.
Gerangel um einen Namen – Kartäuser oder nicht?
In den vergangenen Jahren ist teilweise große Verwirrung darüber entstanden, welche Rassen als Kartäuser bezeichnet werden dürfen. Das wichtigste Merkmal der Kartäuser-Katze ist das blaue Fell.
Die Chartreux
Die Chartreux gab es ursprünglich nur in einer geringen Anzahl. In den 1950er Jahren entstanden Probleme durch Inzucht, weshalb Einkreuzungen mit der Britisch Kurzhaar, kurz BKH, vorgenommen wurden. So veränderte sich die Chartreux, auch durch eine spätere Einkreuzung mit der Perserkatze. Lediglich das blaue Fell und die Farbe der Augen erinnerten noch an die ursprüngliche Chartreux.
Von einer Minderheit wurde jedoch dennoch die ursprüngliche Chartreux weitergezüchtet. In den 1970er Jahren wurde sie als eigenständige Rasse anerkannt. Seitdem dürfen nur noch reinrassige Chartreux als Kartäuser bezeichnet werden.
Die Britisch Kurzhaar
Nach dem Zweiten Weltkrieg hatten sich die BHK und die Chartreux durch die häufige Kreuzung optisch sehr angenähert. Deshalb wurden beide Rassen vom Zuchtverband FIFe Anfang der 1970er Jahre unter dem Namen Kartäuser zusammengefasst, die blaue Fellfarbe vorausgesetzt. Diese Entscheidung wurde jedoch 1977 wieder aufgehoben, da sich die Chartreux-Züchter dagegen auflehnten.
Heutzutage unterscheiden sich die Chartreux und die BHK deutlich in ihrem Äußeren. Dennoch hat sich die falsche Bezeichnung der BHK als Kartäuser in einigen Zuchtvereinen bis heute gehalten.