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Katze im Bett – ja oder nein?

Diese Frage stellt sich vielen Katzenbesitzern – soll ich meine Katze mit ins Bett nehmen? Beantworten können Sie sich nur für sich selbst, denn es ist eine reine Frage der Vorlieben und Gewohnheiten.

Die Katze mit im Bett

Gerade Singles mögen es, wenn Mieze sich abends mit ins Bett kuschelt. So fühlen sie sich nicht alleine und werden sogar noch in den Schlaf geschnurrt. Viele Katzen legen sich auf die Füße ihres Dosenöffners, was natürlich im Winter den schönen Vorteil warmer Füße hat. Und schließlich ist es einfach schön, wenn unsere Vierbeiner unseren Tag mit uns teilen und auch abends noch ein bisschen kuscheln wollen, besonders wenn Herrchen und Frauchen tagsüber arbeiten und wenig zuhause sind.

„Das ist doch unhygienisch…“

Sicher kennen Sie diese Sprüche (meist von Nicht-Katzenbesitzern), dass eine Katze unhygienisch, ein Überträger von Krankheiten oder gar lebensgefährlich sei. Eines einmal vorweg: Es gibt wohl kaum ein reinlicheres Tier als die Katze, unhygienisch wäre also wohl kaum der richtige Ausdruck. Eine Katze, die regelmäßig geimpft und untersucht wird, überträgt auch keine Krankheiten. Und haben Sie schon einmal von Fällen gehört, in denen Katzen ihre Herrchen erstickt haben, weil sie sich auf ihr Gesicht gelegt haben?

Wenn nicht gerade eine Katzenhaarallergie vorliegt, spricht aus unserer Sicht nichts dagegen, Mieze auch nachts zu seinem treuen Begleiter zu machen.

Diagnose: Katzenhaarallergie! Und jetzt?

Eine Katzenhaarallergie muss nicht immer schon von Geburt an bestehen – oft entwickelt sie sich erst im Laufe eines Lebens. Dies ist besonders tragisch, wenn es bereits Katzen im Haushalt gibt. Doch welche Möglichkeiten haben Sie mit einer Katzenhaarallergie?

Vermeidungstaktik

Die meisten Ärzte werden erst einmal dazu raten, den Kontakt mit den Katzenhaaren zu vermeiden. Was für einen Menschen, der keine Katze hält, im Normalfall recht leicht zu bewerkstelligen ist, wird jedoch für den Katzenliebhaber schnell zur Herausforderung. Problematisch wird es außerdem, wenn Sie bereits auf kleinste Mengen reagieren, denn solche Mengen finden Sie schon beispielsweise auf der Kleidung befreundeter Katzenhalter, auf Auto- und Bussitzen usw.

Therapie gegen Katzenhaarallergie: Hyposensibilisierung

Wenn die Vermeidungstaktik nicht zieht, kann eigentlich nur noch eine so genannte Hyposensibilisierung angestrebt werden. Dabei werden so genannte Allergiespritzen gesetzt. Diese enthalten den Stoff, auf den Sie allergisch reagieren, anfänglich nur in einer sehr geringen Konzentration. Diese Konzentration wird nach und nach erhöht, sobald sich der Körper an die jeweilige Menge gewöhnt hat.

Die Erfolgsaussichten sind bei Menschen, die mit einer Katze zusammenleben, eher gering, da hierfür eine mehr oder weniger allergenfreie Umgebung vorhanden sein sollte. Deshalb werden leider die Kosten für die bis zu drei Jahre dauernde Dauerbehandlung oft nicht von den Krankenkassen getragen.

Überlegungen vor dem Katzenkauf

Auch wenn der Wunsch in Ihnen so groß ist, dass Sie eigentlich sofort eine Katze kaufen möchten, stellen Sie doch vorab einige Überlegungen an. Katzen sind diejenigen Tiere, gegen die besonders viele Menschen allergisch sind. Tun Sie es sich und Ihrer Familie nicht an, eine Katze zu kaufen, die nach wenigen Wochen wieder abgegeben werden muss, nur weil jemand in Ihrer Familie allergisch ist. Überprüfen Sie bestehende Allergien idealerweise im Voraus.

Bedenken Sie auch, dass mancher Vermieter die Tierhaltung verbietet. Bitten Sie Ihren Vermieter um eine schriftliche Erlaubnis zur Katzenhaltung. Diese muss er rein rechtlich ausstellen. Er darf die Katzenhaltung nur dann verbieten, wenn dadurch andere Mieter belästigt werden, etwa durch Geruch oder ständige Schreie der Katze nach einem Partner.

Zeit und Kosten für die Katze

Bedenken Sie ebenfalls, dass eine Katze zwar selbstständig ist, aber dennoch mehr von Ihnen will, als das Futter gereicht zu bekommen. Tägliche Fellpflege, Schmuseeinheiten und ein paar Spielstunden sind unbedingt erforderlich. Hierfür sollten Sie täglich drei Stunden einrechnen. Überlegen Sie sich vor der Entscheidung für eine Katze, ob Sie diese Zeit aufbringen können.

Auch die Kosten, die eine Katze verursacht, sollten Sie nicht unterschätzen. Neben dem täglichen Futter, Leckerchen und Katzenstreu müssen Sie auch Kosten für den Tierarzt einrechnen. Diese werden häufig unterschätzt.

Verantwortungsbewusste Entscheidung treffen

Bitte klären Sie alle diese Punkte, bevor Sie sich für die Anschaffung einer Katze entscheiden. Sind Fragen offen oder können Sie später nicht genügend Geld für die richtige Versorgung Ihres Stubentigers aufbringen, wird Ihre Katze Ihnen wenig Freude machen und selbst auch kein schönes Leben haben.