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Der lebensnotwendige Kratzbaum

Dass ein Kratzbaum in einem Katzenhaushalt vorhanden sein sollte, ist jedem Katzenfreund klar. Aber warum sind sie so wichtig für die geliebte Katze? Der erste Gedanke wäre, die Couch schonen zu wollen. Natürlich ein toller Nebeneffekt, allerdings nicht der Kern der Sache.

Muskulatur, Sehnen und Bänder

Ein weit wichtigerer Grund, weshalb Katzen in jedem Fall ein Kratzbaum zur Verfügung stehen sollte, ist die Gesundheit. In der freien Natur lieben es Katzen, an Bäumen hochzuklettern. Der Kratzbaum erfüllt eine ähnliche Funktion. Die Psyche der geliebten Katze wird entspannter.

Wichtiger ist allerdings die Muskulatur nebst Sehnen und Bänder. Durch das Einhaken mit den Krallen kann die Katze Zug aufbauen. Dadurch strecken sich die Muskulatur, die Sehnen und die Bänder. Der Bewegungsapparat bleibt geschmeidig.

Aussichtsposten

Einige Kratzbäume sind absichtlich hoch gebaut und reichen bis auf 2 m Höhe. Solche Kratzbäume haben eindeutig Vorteile gegenüber den kleineren Varianten. Ein Brett, möglichst hoch platziert, schafft einen Aussichtsposten, von dem aus die liebe Mieze alles im Blick behalten kann.

Im Winter findet die Katze in dieser Höhe eine wohlige Wärme vor, in der sie sich behaglich räkeln kann. Ein guter und hoher Kratzbaum ist ein Kernmittel, um Körper und Geist der geliebten Katze gesund zu halten.

Welcher Kratzbaum ist der Richtige für uns?

Besonders für Wohnungskatzen ist ein Kratzbaum eine wichtige Einrichtung. Während Freigänger ihre Krallen beispielsweise an Bäumen schärfen können, fehlt eine solche Möglichkeit normalerweise in Wohnungen. Das Ergebnis sind oft geschundene und aufgewetzte Möbel.

Wie groß muss er sein?

Die Größe eines Kratzbaums spielt zunächst nicht die große Rolle, sondern mehr die Anzahl der Möglichkeiten. Manchen Katzen reicht ein einfacher, mit Sisal umwickelter Stamm, an dem sie ihre Krallen schärfen können. Reine Wohnungskatzen bevorzugen größere Kratzbäume, die beispielsweise bequeme Hängematten, Spieltunnel, verschiedenartig geformte Kratzflächen und Höhlen aufweisen. Der Kratzbaum für zwei Katzen fällt naturgemäß größer aus als der für eine Katze.

Was darf er kosten?

Im Zoofachhandel bekommen Sie große Kratzbäume von guter Qualität gewöhnlich für 100 bis 200 Euro. Im Internet können Sie auch günstigere Modelle finden. Allerdings sei gesagt, dass hier oft die Verarbeitungsqualität zu wünschen übrig lässt und beispielsweise Fellüberzüge schnell kaputt gehen. Wer für seine Samtpfötchen nur das Beste haben möchte, kann sich auch einen Designer-Kratzbaum anschaffen. Hier liegen die Preise jedoch schon einmal gut und gerne im vierstelligen Bereich, wenn man sich nicht gerade mit zwei Kratzstämmen abgeben will. Es sei aber verraten, dass dies für Katzen keinen Unterschied macht – allenfalls für die Dosenöffner.

Wie Sie Katzen das Kratzen an Möbeln abgewöhnen können

Bei vielen Katzenhaltern bietet sich im schönen Zuhause das gleiche Bild: Eine Menge Möbel sind aufs Schlimmste verkratzt, weil die Katzen sie sozusagen als Kratzmöbel missbrauchen. Den luxuriösen Kratzbaum, der in der Ecke steht, verschmähen und ignorieren Sie allerdings. Wenn Sie auch von diesem Problem betroffen sind, können Sie durchaus einige Versuche unternehmen, um Ihrem kleinen Mitbewohner klarzumachen, wie er sich eigentlich zu verhalten hätte.

Zum Nachmachen anregen

Auch wenn es sich vielleicht blöd, aber machen Sie Ihrer Katze vor, wie es richtig geht. Kratzen Sie doch einfach mal am Kratzbaum, um ihr zu zeigen, dass sie dort kratzen kann und soll.

Locken

Egal ob nun mit dem Lieblingsspielzeug oder mit einem Leckerli: Locken Sie Ihre Katze mit etwas, das sie gerne mag, in die Nähe des Kratzbaums und weg von den Möbeln.

Angekratzte Stellen abdecken

Befestigen Sie an den Möbeln, die Ihre Katze bevorzugt in die Mangel nimmt, doppelseitiges Klebeband. Dadurch fühlt sich das Kratzen für Ihre Katze unangenehm ab und sie wird es wahrscheinlich über kurz oder lang sein lassen. Zeigen Sie ihr jetzt aber auch die Alternativen, beispielsweise einen Kratzbaum, den sie statt der Möbel nutzen kann, damit nicht gleich das nächste Möbelstück zum Opfer wird.

Spielzeug von oben

Nein, es geht heute nicht um himmlisches Spielzeug, sondern um ein Mobile speziell für Katzen. Das können Sie ganz einfach selbst basteln, ohne dass Sie dafür Geld ausgeben müssen.

Was Sie brauchen

Um das Katzenmobile zu basteln, brauchen Sie erst einmal einige Spielzeuge, die Sie mithilfe einer Schnur befestigen können, beispielsweise Glöckchen, kleine Wollmäuse, Holzringe, Papierkugeln oder Wollknäuel. Außerdem brauchen Sie etwas, an dem Sie die Gegenstände befestigen können. Achten Sie aber darauf, dass keiner der Gegenstände von Ihrer Katze verschluckt werden kann. Außerdem sollten Sie Schnüre verwenden, die nicht ohne Weiteres durchgebissen werden können.

Spielzeug aufhängen

Hervorragend eignet sich dafür beispielsweise ein schwerer Stuhl, der auch bei einem etwas heftigeren Spiel nicht umkippt. Sie können die Spielzeuge beispielsweise an der Lehne oder an der Unterseite der Sitzfläche anbringen, sodass das Spielzeug nach unten baumelt. Ihre Mieze kann sich zum Spielen unter den Stuhl legen und sich nach Herzenslust austoben.

Wenn Sie gerade keinen Stuhl übrig haben, den Sie für dieses lustige Spiel zweckentfremden können, eignen sich natürlich auch andere Gegenstände. Hängen Sie die Spielsachen beispielsweise an längeren Schnüren am Türrahmen auf. Auch Ihren Kratzbaum können Sie so problemlos aufwerten und für Ihre Katze noch interessanter machen.

Katzenausstattung und Standorte

Die Grundausstattung für Ihre Katze sollten Sie natürlich besorgen, bevor der Stubentiger einzieht. Bitte beachten Sie: Auch wenn Sie schon eine Katze haben, Schlafgelegenheit, Futternapf und Co. sollte jede Katze alleine nutzen können. Beim Katzenklo sollten Sie austesten, ob die Katzen sich dieses teilen würden.

Futter- und Wassernapf: Darauf ist zu achten

Bei Futter- und Wassernäpfen sollten Sie am besten auf Modelle aus Edelstahl oder Steingut setzen. Achten Sie auf eine hohe Rutschfestigkeit und ein leicht zu reinigendes Material. Wollen Sie Plastiknäpfe nutzen, sollten Sie ebenfalls auf Rutschfestigkeit achten. Außerdem dürfen die Näpfe nicht zu dünn gefertigt oder zu leicht sein, sonst kommt Ihre Katze nur auf die Idee, den Napf ständig umherzuschieben.

Stellen Sie die Näpfe stets an einem ruhigen Ort auf, Katzen lassen sich nicht gerne beim Fressen stören. Idealerweise nutzen Sie als Fressplatz die Küche. Stellen Sie Wasser- und Futternapf etwa einen Meter entfernt voneinander auf, dann animieren Sie Ihre Katze zum häufigeren Trinken.

Der richtige Kratzbaum

Auch einen Kratzbaum braucht jede Katze. Bringen Sie Ihrer Katze möglichst früh bei, dass sie ihre Krallen an diesem, nicht aber an Möbeln und Tapete wetzen darf. Achten Sie auf einen Kratzbaum, der mit Sisal umwickelt ist. Er sollte möglichst auch erhöhte Liegeflächen oder Höhlen beinhalten.

Stellen Sie den Kratzbaum am besten in einer Ecke auf, so dass die Katze eine Rückzugsmöglichkeit erhält. Der ideale Standort ist das Zimmer, in dem auch Sie sich am häufigsten aufhalten, so kann Ihre Katze immer in Ihrer Nähe sein.

Katzenpflege: Die richtige Pflege der Krallen

Auch wenn Katzen den Großteil ihrer Pflege selbst übernehmen, sollten Sie als Halter genauso ein paar grundlegende Pflegemaßnahmen nutzen. Insbesondere die Krallen sind für Katzen sehr wichtig. Idealerweise werden sie am Kratzbaum problemlos abgewetzt, dennoch kann es vorkommen, dass eine oder mehrere der Krallen zu lang werden.

Krallen schneiden – Übung macht den Meister

Mit einem speziellen Krallenschneider, der in jedem Tierfachhandel erhältlich ist, können Sie die Krallen Ihrer Katze schneiden. Achten Sie jedoch auf das Blutgefäß, das sich in den Krallen befindet. Es ist durch einen rötlichen bis dunklen Strich gekennzeichnet, den Sie bei hellen Krallen im Gegenlicht gut erkennen können.

Bei dunklen Krallen benötigen Sie dagegen mehr Übung und ein gewisses Fingerspitzengefühl. Wenn Sie sich unsicher sind, lassen Sie sich das richtige Kürzen der Krallen zunächst von einem Tierarzt oder einem erfahrenen Katzenhalter zeigen. Auch ein seriöser Züchter kann Ihnen hier wertvolle Hilfestellung geben.

Krallen feilen

Ebenfalls können Sie die Krallen mit einer Feile vorsichtig abfeilen. Wichtig ist auch hier, dass Sie nie zu viel abnehmen. Sobald Sie das Blutgefäß erreichen, spürt Ihre Katze Schmerzen und sie wird bluten. Seien Sie also besonders vorsichtig bei der Krallenpflege oder überlassen Sie diese gleich von Anfang an Ihrem Tierarzt.

Einen Kratzbaum selber bauen

Sie haben gerade mehrere Schachteln in verschiedenen Größen zuhause liegen, die Sie nicht mehr benötigen? Bauen Sie doch Ihren Lieben einen eigenen Kratzbaum damit.

Das Traumhaus für Katzen

Voraussetzung dafür ist, dass die Schachteln einigermaßen stabil sind. Wären die Kartons zu lasch, hätte der Kratzbaum später keinen Halt. Nehmen Sie zunächst einen etwas größeren Karton, drehen Sie ihn um und schneiden Sie einen Eingang und vielleicht ein oder zwei Fenster hinein. Nun können Sie entweder bei dieser Miniversion bleiben, oder den Baum noch weiter ausbauen.

Nehmen Sie beispielsweise einen weiteren Karton, kleben Sie ihn auf dem ersten Karton und schneiden Sie in den Boden ein Loch hinein, sodass die zwei Kartons verbunden sind.

Die “Dekoration”

Damit der Kratzbaum für Mieze auch richtig interessant wird, sollte er jetzt noch ein wenig ausgeschmückt werden. Zunächst sorgen Sie mit ein wenig leicht zusammengeknülltem Zeitungspapier dafür, dass es immer wieder raschelt, wenn Mize sich in ihrem Haus bewegt.

Zusätzlich könnten Sie noch verschiedenes Spielzeug anbringen, beispielsweise Bänder, die sich im Luftzug leicht bewegen, oder kleine Mäuschen, die an Gummibändern von der Decke der Schachtel herunterbaumelt.

Wenn Sie den Kratzbaum etwas besser an Ihre Wohnung anpassen möchten, können Sie die Kartons auch außen mit einer ungiftigen Farbe anstreichen.

Kosten für die Haltung einer Katze

Damit unsere Katzen zufrieden sind, müssen wir ihnen einen gewissen Lebensstandard bieten. Dass es das nicht umsonst gibt, dürfte jedem Klar sein. Doch was kostet eigentlich die Haltung einer Katze?

Kosten für die Anschaffungskosten

Wer sich dafür entschieden hat, eine Kartäuser-Katze anzuschaffen, ist sich im Normalfall bereits dessen gewusst, dass es diese nicht geschenkt gibt. Für den Kauf der Katze sollte, je nach Stammbaum, ein Preis von 500 Euro aufwärts einkalkuliert werden.

Wer vorher noch keine Katzen gehalten hat, benötigt zusätzlich eine Grundausrüstung. Dazu gehören beispielsweise das Katzenklo, Fressnäpfe, Spielzeug, Katzendecken usw. Dafür sollte man mit einem Betrag von etwa 200 Euro rechnen. Hinzu kommen die Kosten für einen Kratzbaum, der vor allem bei Wohnungskatzen ein regelrechtes Muss ist. Wer hier Wert auf Qualität legt, sollte sich hierfür ebenfalls auf 150 bis 250 Euro einstellen.

Laufende Kosten

Pro Monat kann man für eine Katze mit regulären Kosten von 50 bis 100 Euro rechnen. Dafür wird Futter, Katzenstreu und neues Katzenspielzeug gekauft.

Was sich gewöhnlich nicht wirklich kalkulieren lässt, sind die Tierarztkosten. Eine gesunde Katze sollte einmal jährlich geimpft werden und wenigstens alle sechs Monate entwurmt werden. Je nach Tierarzt kann dies Kosten zwischen 150 und 350 Euro pro Jahr ausmachen. Hinzu kommen natürlich die Kosten für Untersuchungen oder gar Operationen bei akuten Erkrankungen der Katze.